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Sportmix Hannover Scorpions erreichen erstmals das Finale im DEB-Pokal
Sportbuzzer Sportmix Hannover Scorpions erreichen erstmals das Finale im DEB-Pokal
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15:07 17.12.2008
Hannovers Andre Reiss (links) und der Kasseler Alexander Heinrich. Quelle: Ulrich zur Nieden (haz)
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Doch den Abpraller schnappte sich Schneider gleich noch einmal, wartete lange, fast zu lange und lupfte den Puck dann nahezu von der verlängerten Torlinie aus ins Netz. Kurz darauf war er in einem Pulk von Männern in roten Trikots verschwunden. Denn mit seinem Tor nach 74 Sekunden der Verlängerung sicherte er den Scorpions Dienstagabend vor 5144 begeisterten Zuschauern in der TUI Arena den 2:1 (0:0, 1:0, 0:1)-Erfolg über die Kassel Huskies und damit erstmals den Einzug ins Finale des deutschen Eishockey-Pokals.

Während seine Angestellten auf dem Eis übereinander purzelten, sah man Günter Papenburg einige Meter höher auf der Tribüne jubeln. Wenige Stunden nach der Niederlage vor Gericht, das ihn zur Rückzahlung von 2,5 Millionen Euro an die Region verurteilte, konnte der Scorpions-Besitzer doch noch ein Erfolgserlebnis feiern. Doch die Geschehnisse vom Nachmittag strahlten auch noch auf den gestrigen Pokalabend aus. Das wurde schon zu Spielbeginn deutlich. Als sich beide Mannschaften zum Eröffnungsbully aufstellten, entrollten die Anhänger der Scorpions ein Transparent und verließen danach geschlossen ihre Fankurve. „Keine Scorpions, kein Pink, kein Mario Barth – und das soll gut für Hannover sein?“, stand auf einem Spruchband, das auf die möglichen Folgen einer Arena-Schließung anspielte. Erst nach zwei Minuten kehrten die Fans an ihren Stammplatz zurück und begannen, ihre Mannschaft beim Kampf um den Finaleinzug zu unterstützen.

Allerdings hatten sie die beste Chance der Anfangsphase da schon verpasst. Gerade 15 Sekunden waren gespielt, als Schneider nur knapp den Führungstreffer verpasste. Es war das Startsignal für eine Anfangsphase, in der die Gastgeber mit aller Macht versuchten, gleich für klare Verhältnisse zu sorgen. Einzig ins Tor wollte der Puck nicht. Und als er nach einem Schuss von Sascha Goc doch einmal drin zu sein schien, entschied das Schiedsrichtergespann Reik van Gameren/Daniel Piechaczek nach Ansicht der Fernsehbilder auf kein Tor.

Doch nach dem stürmischen Auftakt ging die spielerische Leichtigkeit, mit der der Spitzenreiter der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zuletzt beeindruckte, zusehends verloren. Man konnte den Spielern geradezu ansehen, dass es eben keines der 52 Punktspiele war, sondern eben ein K.-o.-Spiel. Eines von der Sorte, bei der man im Falle einer Niederlage keine Chance erhält, sie schon zwei oder drei Tage später wieder auszubügeln. Und weil sich die Huskies zudem als ungemein zäher und defensivstarker Gegner präsentierten, entwickelte sich tatsächlich ein Spiel der Sorte, die man gemeinhin als Pokalfight bezeichnet.

Daran änderte auch der Führungstreffer von Matt Dzieduszycki in Unterzahl nichts, der die Scorpions nach schönem Pass von Dan Lambert in Führung brachte. Denn die Huskies kamen durch ein Tor von Dominic Auger im Schlussdrittel noch einmal zurück. Und so musste eben Schneider seinen ganzen Willen aufbieten, um sein Team ins Finale zu schießen, in dem am 24. Februar nun entweder der EHC Wolfsburg oder die Straubing Tigers warten. Der Rest war gestern Jubel.

von Björn Franz

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