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Sportmix Gewalt überschattet Lokalderby in Hamburg
Sportbuzzer Sportmix Gewalt überschattet Lokalderby in Hamburg
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08:27 20.09.2010
Eine Reiterstaffel begleitete HSV-Fans auf deren Weg zum Stadion am Millerntor. Ausschreitungen konnte aber auch ein massives Polizeiaufgebot nicht verhindern. Quelle: dpa

Nach dem Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV ist es in Hamburg am Sonntag zu Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans gekommen. Die Polizei nahm zunächst 13 Menschen fest, rund 50 kamen in Polizeigewahrsam, sagte eine Sprecherin am späten Abend. Zudem wurden sechs Polizisten durch Flaschenwürfe leicht verletzt. Über verletzte Fans lagen zunächst keine Zahlen vor. Seit Mittag waren mehrere Hundertschaften im Einsatz, um im Umfeld der Bundesliga-Partie für Ordnung zu sorgen. Im Laufe des Nachmittages hatten die Beamten mehrfach Wasserwerfer eingesetzt, um gegnerische Fangruppen auseinanderzutreiben und Feuer zu löschen.

Der größte Zusammenstoß zwischen Fans der beiden Teams ereignete sich kurz nach Abpfiff am Sonntagabend. Etwa 50 bis 70 gewaltbereite HSV-Anhänger zogen auf eine Fankneipe des FC St. Pauli zu, sagte ein Polizeisprecher. Dort kam es zu Handgreiflichkeiten, die schließlich von der Polizei unterbunden wurden. Um weitere Zusammenstöße zu verhindern, wurde nach Spielende die U-Bahn-Station Feldstraße zeitweise geschlossen. Am späteren Abend warfen vereinzelt Gruppen rund um das Millerntorstadion und die Reeperbahn zudem mit Flaschen auf Polizisten.

Die Beamten hatte bereits vor dem Anpfiff einen Wasserwerfer eingesetzt. Nahe des Hans-Albers-Platzes stoppte die Polizei am Nachmittag rund 2000 HSV-Fans, nachdem ein Teil von ihnen mit Böllern und bengalischen Feuern gezündelt hatte. Mit einem Wasserwerfer löschten die Beamten die Feuer. Dann flogen Flaschen, wieder kam der Wasserwerfer zum Einsatz. Wenige hundert Meter weiter stoppten die Polizisten die HSV-Anhänger erneut, die Schmährufe auf St. Pauli skandierten, während sie über die Reeperbahn marschierten. Anschließend zogen die Fans ins gegnerische Millerntorstadion ein.

Während des Spiels blieb es überwiegend ruhig. Die meisten Fans verfolgten das Spiel friedlich beim Public Viewing im Volksparkstadion, im Millerntorstadion, sowie in den Kneipen im umliegenden Schanzenviertel, wo die Menschentrauben vor den Leinwänden und Fernsehern teils bis auf die Straße reichten.

dpa

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