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Sportmix Geraint Thomas: "Ich kann Froomey nur danken"
Sportbuzzer Sportmix Geraint Thomas: "Ich kann Froomey nur danken"
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05:01 29.07.2018
Der Brite Geraint Thomas vom Team Sky ist der designierte Gesamtsieger der Tour de France 2018. Quelle: Peter Dejong/AP
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Espelette

Der designierte Gesamtsieger der Tour de France 2018, der Brite Geraint Thomas, antwortet auf der Pressekonferenz für den Gewinner des Gelben Trikots vor der letzten Etappe am heutigen Sonntag nach Paris auf Fragen der Medien.

Frage: Sie waren in den drei Wochen Tour kontrolliert, zurückhaltend und fokussiert. Heute haben Sie nach der Zieldurchfahrt erstmals Emotionen gezeigt und sogar geweint. Was geht aktuell in Ihnen vor?

Antwort: Es ist unglaublich, mit diesem Trikot hier zu sitzen. Es ist so surreal und wird sicher eine Weile dauern, bis es sich bei mir setzt. Ich wusste nicht, dass meine Frau da ist, das machte es noch intensiver. Während der Tour wollte ich mich nicht ablenken lassen. Und heute hat es mich dann einfach überkommen, und zwar bei jedem, mit dem ich in den ersten 20 Minuten nach dem Ziel gesprochen habe.

Frage: Wie sehen die Feierpläne für den Abend vor dem Finale in Paris aus?

Antwort: Ich werde sicher nicht zu sehr feiern. Ein paar Burger sind da, vielleicht gibt es ein Bier. Aber ich will nicht zu sehr feiern, denn die Fahrt nach Paris ist auch hart. Da darf man noch nicht abschalten. Ich hebe mir die Party für Paris auf.

Frage: Hätten Sie im Alter von 21 Jahren, als Sie Ihre erste Tour gefahren sind, gedacht, dass Sie das Rennen einmal gewinnen?

Antwort: Nein, ich denke nicht. Das war hart damals. Aber es war auch ein großer Lernprozess, und ich wurde gut vorbereitet auf die Zukunft.

Frage: In Wales dürften Sie jetzt schon eine Legende sein. Wird Sie das verändern?

Antwort: Ich weiß es nicht. Vielleicht ändert es mich, aber ich versuche, der zu bleiben, der ich bin.

Frage: Haben Sie in den drei Wochen irgendwann gezweifelt am Sieg?

Antwort: Ich stand an jedem Berg unter Druck und habe versucht, stark zu bleiben. Das ist mir gelungen und hat mir zusätzlichen Schwung verliehen. Die letzten zwei Pyrenäen-Tage waren hart. Als unsere Rivalen gemerkt haben, dass Froomey schwächelt, haben sie nochmal richtig attackiert. Zu dem Zeitpunkt wusste ich, ich muss mit Tom (Dumoulin, Tour-Zweiter) mitgehen.

Frage: Welcher Moment in diesen drei Wochen wird am meisten hängen bleiben?

Antwort: Sicherlich L'Alpe d'Huez. Dort im Gelben Trikot zu gewinnen, das war Wahnsinn, das hätte ich nie erwartet. Das war unglaublich.

Frage: Als im Dezember die Nachricht über die auffällige Dopingprobe von Chris Froome öffentlich wurde, drohte der Sky-Plan für die Tour erheblich gestört zu werden. Wie sind Sie damit umgegangen?

Antwort: Ich bin in meiner Welt geblieben, in meiner Blase, mit meinen Zielen, auf die ich mich fokussiert habe. Ich war in Australien zu der Zeit. Wenn man nicht in Großbritannien ist, dann bekommt man all das weniger mit, aber schön war es nicht. Ich wusste, ich muss mich auf mich konzentrieren. Ich lese keine Radsport-Websites oder Zeitungen, das kann einen schnell aufwühlen oder zornig machen. Wenn, dann lese ich etwas über Rugby.

Frage: Wie war es, Froome als Teamkollege bei dieser Tour zu haben?

Antwort: Ich kann Froomey nur danken. Er hat sich für mich eingesetzt und war so happy für mich.

Frage: Kritiker sagen, das Team Sky ist zu stark für die Konkurrenz und wird weiterhin die Siege bei der Tour holen. Könnte das ein Problem für die Rundfahrt werden?

Antwort: Darüber bin ich eigentlich recht glücklich. Das war doch ein großartiges Rennen. Natürlich sind wir stark, aber man muss sich einfach mal unsere Fahrer anschauen. Die sind alle großartig. Es wird immer Kritiker geben, aber wir arbeiten hart, um die Besten zu werden. Unsere Stärke sind nicht die Beine, sondern der Kopf.

Frage: Ihr Vertrag bei Sky läuft aus. Welche Auswirkungen wird der Tour-Triumph auf Ihre Zukunft haben?

Antwort: Ich habe keine Ahnung. Erst mal will ich das alles genießen. Wir werden sehen. Über solche Dinge denke ich gerade nicht nach - jetzt will nur feiern.

dpa

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