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Sportmix Fotogalerie: So gut sahen die US Open noch nie aus
Sportbuzzer Sportmix Fotogalerie: So gut sahen die US Open noch nie aus
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17:53 09.09.2010
Die topgesetzte Dänin Caroline Wozniacki sieht auch angestrengt unverschämt gut aus. Quelle: dpa
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Der Weg zu seinem sechsten US Open-Titel gleicht für Roger Federer bislang einem Spaziergang. Im Viertelfinale gegen Robin Söderling wurde selbst der eher kritisch eingestellte John McEnroe endgültig zum Federer-Fan.

„Ich werd’ verrückt“, brüllte die Tennis-Legende als ESPN-Experte ins Mikrofon, als der Schweizer im dritten Satz seines 6:4, 6:4, 7:5-Sieges gegen den Schweden beim Stand von 5:5 in die Defensive gedrängt wurde und dennoch mit einem gefühlvollen Heber den Punkt machte. Weniger spektakulär, aber ebenso überzeugend zog auch die topgesetzte Dänin Caroline Wozniacki mit 6:2, 7:5 gegen Dominika Cibulkova (Slowakei) ins Halbfinale ein.

Sie heißen Caroline Wozniacki oder Dominika Cibulkova und haben zwei Dinge gemeinsam: Die Sportlerinnen spielen klasse Tennis - und sehen dabei richtig gut aus.

Federer fegte die Nummer fünf der Weltrangliste bei böigen Bedingungen eindrucksvoll vom Centre Court. Der Schweizer präsentiert sich in New York nervenstark, unglaublich effizient und wetterfest. Ob 35 Grad Hitze oder starke, ständig wechselnde Winde - Federer findet immer eine passende Antwort. „Spiele im Wind sehe ich als Herausforderung und als Möglichkeit, anders zu spielen. Ich habe diese Bedingungen lange Zeit nicht gemocht, aber jetzt macht’s mir Spaß“, verriet er.

Von Revanche-Gedanken gegen Söderling wollte der Weltranglisten- Zweite nichts wissen. Dabei hätte er allen Grund für einen extra Kick Adrenalin gehabt. Der Skandinavier hatte ihn im Viertelfinale der French Open in vier Sätzen besiegt und somit seine Serie von 23 Halbfinal-Teilnahmen nacheinander bei Grand-Slam-Turnieren beendet. Aufgrund der Pleite von Paris und des anschließenden Turniergewinns des Spaniers Rafael Nadal war zudem Federers 285 Wochen lange Regentschaft auf dem Tennis-Thron vorbei. Der Eidgenosse verpasste die Einstellung von Pete Sampras’ Allzeitrekord um eine Woche.

„Ich brauche keine Revanche, um mich zu motivieren. Dazu liebe ich es viel zu sehr, in diesem Stadion und vor diesen Leuten zu spielen. Und ich liebe Tennis - das reicht aus, um für eine Nacht wie diese heiß zu sein“, betonte Federer. Beim 16. Sieg im 16. Abendspiel der US Open war der 29-Jährige gnadenlos effektiv. Während Söderling im ersten Satz vier Breakpunkte vergab, genügte Federer eine Chance. Im zweiten Durchgang nahm er dem langen Schweden das Service zum 3:2 ab, obwohl sein Kontrahent bereits mit 40:0 vorn lag.

„Roger kann bei Wind sehr gut spielen, bewegt sich gut, steht immer an der richtigen Stelle“, so Söderling. Ihm reichte im dritten Durchgang selbst eine 5:3-Führung nicht, um Federer den ersten Satzverlust des Turniers zuzufügen. Der Aufschlag sei der Schlüsselpunkt gewesen, befand Federer. Und mit seinem ersten Service schlug er nicht nur 18 Asse, sondern machte auch 50 von 58 Punkten. „Starker Wind oder Hitze - egal, was kommt, ich kann damit umgehen“, meint der Superstar vor dem Halbfinale am Samstag gegen Novak Djokovic selbstbewusst.

Der Serbe hatte mit Gael Monfils (Frankreich) beim 7:6 (7:2), 6:1, 6:2 keine Mühe und will endlich seinen Federer-Fluch von Flushing Meadows besiegen. 2007 verlor er im Finale, die beiden Vorjahre jeweils in der Vorschlussrunde gegen den fünfmaligen US Open- Champion.

Auf dem Weg zu ihrem ersten Grand-Slam-Titel konnte sich Caroline Wozniacki über prominenten Besuch in ihrer Box am Spielfeldrand freuen. Dort saß überraschend Milliardär und Immobilien-Tycoon Donald Trump. „Er hat meinen Berater angerufen und gefragt, ob da noch Platz ist. Vielen Dank Mister Trump für ihre Unterstützung“, sagte Wozniacki nach ihrem Sieg gegen Cibulkova über die Stadion-Mikrofone.

Im Halbfinale gegen Wera Swonarewa könnte sie Trumps Anfeuerung erneut gut gebrauchen. Ihre Bilanz gegen die Russin lautet 2:2, das bislang letzte Duell ging verloren.

dpa

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