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Sportmix Elfmeter-Drama: Wolfsburgerinnen verpassen CL-Titel
Sportbuzzer Sportmix Elfmeter-Drama: Wolfsburgerinnen verpassen CL-Titel
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22:38 26.05.2016
Die Spielerinnen von Olympique Lyon feiern den Champions-League-Titel. Quelle: Giacomo Maestri
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Reggio Emilia

Nach dem verlorenen Elfmeter-Drama flossen bei den Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg die Tränen, Lyons Equipe hüpfte währenddessen in einer Jubeltraube über das Spielfeld.

Mit 3:4 im Elfmeterschießen unterlag Wolfsburg dem französischen Meister Olympique Lyon und verpasste den dritten Titel in der Champions League. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1;0:1) gestanden.

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Das Finale der Champions League wurde in Reggio Emilia ausgespielt.

"Es ist sehr, sehr hart, wenn man im Elfmeterschießen verliert. trotzdem bin ich sehr, sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft", sagte VfL-Trainer Ralf Kellermann und gab zu: "Aber es tut gerade einfach nur unendlich weh."

Vor 15 117 Zuschauern im Stadio Città del Tricolore in Reggio Emilia verwandelte die Japanerin Saki Kumagai den entscheidenden Elfmeter für Lyon. Zuvor hatte Alexandra Popp dem DFB-Pokalsieger Wolfsburg kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Verlängerung erst ermöglicht (88. Minute). Die Norwegerin Ada Hegerberg ermöglichte nach Vorarbeit der deutschen Nationalspielerin Pauline Bremer Lyon die frühe Führung.

Lyon machte mit seinem dritten Königsklassen-Titel das Triple aus Pokal, Meisterschaft und Champions League perfekt und nahm zudem Revanche für die 0:1-Niederlage gegen Wolfsburg im Finale 2013. "Wir wussten, dass unsere Torfrau mindestens einen Elfmeter hält. Es war ein Wechselbad der Gefühle", sagte Lyons Kapitänin Wendie Renard. Das Wolfsburger Team von Trainer Ralf Kellermann verpasste hingegen seinen dritten Titel in der Champions League nach 2013 und 2014.

Wolfsburg begann mutig und holte direkt eine Ecke heraus. Danach war das Team gegen das offensivstarke Lyon jedoch auf Defensive bedacht und versuchte kompakt zu stehen, Olympique übernahm das Kommando. Die Französinnen hatten durch zwei Schüsse von Eugenie Le Sommer (2./7.) die ersten Chancen. Wolfsburg fehlte die Durchschlagskraft nach vorne, klare Torchancen erspielte sich der Bundesliga-Zweite nicht.

Kurz darauf war es dann Lyons Top-Torjägerin Hegerberg, die die verdiente Führung besorgte: Nach schöner Vorarbeit der deutschen Nationalspielerin Pauline Bremer über die rechte Seite traf sie aus kurzer Distanz (12.). Es war bereits der 13. Treffer der Norwegerin in dieser Königsklassen-Saison. Wolfsburg war um eine direkte Antwort bemüht, gegen Lyons kompakte Defensive war für Popp und Co. jedoch kaum ein Durchkommen, offensiv lief nur wenig zusammen.

Lyon hingegen setzte immer wieder Nadelstiche und blieb gefährlich. Die größte Chance hatte Eugenie Le Sommer, die mit ihrem Schuss aus kurzer Distanz freistehend an Wolfsburgs Keeperin Almuth Schult scheiterte (26.). Der DFB-Pokalsieger schaffte es nicht, sein eigenes Offensivspiel aufzuziehen.

Die größte Chance zum Ausgleich hatten die VfL-Frauen, als Lyon-Kapitänin Wendie Renard nach Ecke beinah ins eigene Tor getroffen hätte (31.). Bei Wolfsburger Ballbesitz stand der französische Double-Sieger mit einer Fünferkette jedoch defensiv äußerst sicher und ließ nur wenig zu.

Nach der Pause spielte Lyon weiter nach vorne und kontrollierte die Partie. Wolfsburgs Élise Bussaglia klärte nach einem Kopfball von Renard auf der Linie (48.), Lyons Mittelfeldspielerin Nécib war mit einem Weitschuss gefährlich (64.). Beim Bundesliga-Zweiten lief nach vorne zu lange zu wenig zusammen. Erst erneut Bussaglia und vor allem Alexandra Popp (83.) wenig später vergaben Möglichkeiten. Dann aber wuchtete Popp den Ball nach Flanke von Wullaert den Ball per Kopf zum kaum noch möglichen gehaltenen Ausgleich ins Tor.

Erneut Popp vergab zu Beginn der Verlängerung die klare Chance zur Führung (93.), fast im Gegenzug tat es ihr Hegerberg gleich. Torfrau Schult rettete gegen Lotta Schelin (103.), sonst schien Wolfsburg in der Verlängerung näher dran am Siegtreffer. Im Elfmeterschießen zeigte beide Teams Nerven: Wolfsburg war schon 3:1 vorn, vergab den Vorsprung aber. Dann behielt Kumagai die Nerven behielt und traf sicher gegen Schult.

dpa

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