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Sportmix Regional Trennung: Zweitligist Badenstedt sucht neuen Trainer
Sportbuzzer Sportmix Regional Trennung: Zweitligist Badenstedt sucht neuen Trainer
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22:00 12.02.2018
Bedient: Es geht nicht weiter mit Trainer Roland Friebe und der HSG Hannover-Badenstedt. Quelle: imago
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Die Abstiegsangst geht um in Badenstedt! Und jetzt ist auch noch Schluss für den Trainer. Nach drei Pleiten am Stück stecken Hannovers Zweitligahandballerinnen endgültig fest im Keller, deshalb gehen die HSG und Coach Roland Friebe nach Informationen dieser Zeitung getrennte Wege.

Badenstedt liegt nur noch einen Pluspunkt vor einem Abstiegsrang, und das bei einem Spiel mehr als die Konkurrenz im Tabellenkeller. Es hapert an vielem. Jetzt die Reißleine: Trainerwechsel für den Klassenerhalt.

Dabei hatte die HSG nach dem Zitter-Klassenerhalt in der vergangenen Saison, der ersten für Badenstedt in Liga zwei, ordentlich nachrüsten wollen. Gleich drei Spielerinnen kamen vom insolventen Erstligaabsteiger Celle. Doch die Abgänge der Leistungsträgerinnen Saskia Rast, Bogna Sobiech und auch Supertalent Isabelle Dölle tun trotzdem weh. Es fehlt qualitativ in der Breite. Auch we­gen jeder Menge Verletzungspech. Vor allem, dass die HSG fast die ganze Saison ohne Linkshänderin auf Rechtsaußen spielen musste, machte die Badenstedterinnen ausrechenbar.

In den entscheidenden Spielen gegen die Keller-Konkurrenz fehlten Glück und mitunter auch der letzte Wille. Vor allem auswärts klappte überhaupt nichts. Da sprach Trainer Friebe, der die HSG während der vergangenen Saison übernommen und zum Klassenerhalt geführt hatte, häufig auch die Einstellung seiner Spielerinnen an.

Geändert hat sich nichts. Jetzt trennen sich die beiden Seiten wieder. Denn Baden­stedt braucht endlich Punkte! Noch stehen elf Partien aus, die nächsten drei gegen Konkurrenten im Abstiegskampf.

Es läuft einfach nichts für die HSG. In 17 Spielen gab es nur fünf Siege (einen davon auswärts) und zwei Unentschieden. Dabei hat Baden­stedt die beste Torschützin der Liga im Team. Kapitänin Jana Pollmer traf in dieser Saison schon 141-mal. Spitzenwert in Liga zwei. Die Führungsspielerin glaubt trotz der schwierigen Lage fest an den Klassenerhalt. „Wir haben noch genügend Spiele vor uns“, sagt die Rückraumspielerin, „wir werden unser Ziel erreichen, da bin ich ganz sicher.“

Zum offensichtlichen Scheitern Friebes will sich die Leistungsträgerin nicht äußern. Vielmehr spricht sie einige Punkte an, die zu dem unbefriedigenden Tabellenplatz geführt haben. „Wir haben es versäumt, die Pflichtsiege einzufahren“, sagt Pollmer, „wir hatten viel Verletzungspech, haben manchmal bei aller Unerfahrenheit unserer Mannschaft die nötige Konsequenz fehlen lassen, und der kurzfristige Abgang Dölles hat uns schon getroffen.“

Sie stimmt Friebe in dem Punkt zu, dass auch das eine oder andere Mal die Einstellung gefehlt habe. „Es ist egal, ob man zu Hause oder auswärts spielt“, sagt Pollmer, „die Einstellung muss immer passen.“ Darüber habe man auch in einer internen Mannschaftssitzung vor dem jüngsten Spiel bei der SG Herrenberg gesprochen. „Wir haben uns eingeschworen“, sagt sie, „und auch wenn wir verloren haben, hat der Einsatz bei allen hundertprozentig gestimmt. Darauf können wir aufbauen.“ Hoffentlich ist es nicht schon zu spät.

Von Jonas Szemkus und Jörg Grußendorf

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