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Sportmix Regional Seelzer wollen sich Nachschlag holen
Sportbuzzer Sportmix Regional Seelzer wollen sich Nachschlag holen
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18:19 01.03.2018
Er ist noch ungeschlagen: Raman Sharafa (links) könnte es erneut mit dem Uckermärker Achraf Godje zu tun bekommen. Quelle: Foto: Petrow
Boxen

Zur Rückrunde könnte es Bundesligist BSK Hannover-Seelze in der Nordstaffel etwas ruhiger angehen lassen. Immerhin haben die Seelzer alle vier Vergleiche gewonnen. Das wäre dann doch die Chance, dem einen oder anderen Athleten eine Auszeit zu gönnen. Der BSK-Vorsitzende Arthur Mat­theis will das aber auf keinen Fall, denn eins ist für ihn völlig klar: „Je öfter die Jungs boxen, desto sicherer werden sie im Ring. Sie werden immer noch besser.“ Daher ist morgen um 19 Uhr beim UBV Schwedt nicht mit einem Wechsel in den acht Gewichtsklassen zu rechnen. „Wir ziehen das jetzt durch“, bekräftigt Mattheis.

Ukrainer haben Mission

Nach wie vor telefoniert der Coach beinahe täglich mit seinen Schützlingen und erkundigt sich nach ihrer Gesundheit und Eindrücken im Training – er will einfach wissen, wie es ihnen geht. Dabei hat Mat­theis in dieser Woche vornehmlich positive Resonanz erhalten. Leichtgewichtseuropameister Juri Chestak beispielsweise bereitet sich momentan nur auf die Bundesliga vor, und zwar überaus akribisch. „Sonst ist ja Ruhe“, sagt Mattheis. Der Ukrainer habe von einer Mission gesprochen, die er zu beenden gedenke: „Die Ukrainer wollen mit uns Meister werden. Sie identifizieren sich voll mit dieser Mannschaft, das ist echt großartig“, sagt der BSK-Macher und bezieht den halbschweren Oleksandr Pogrebniak und Superschwergewichtler Oleksandr Babych in dieses Lob ein.

Chestak ist nach seiner Verletzung im Gipfeltreffen mit Hertha BSC wieder fit – vor zwei Wochen hatte er sich nach einem unabsichtlichen Kopfstoß einen Riss über der Augenbraue zugezogen. Ringarzt Micha Alescha Wieghorst nähte die Wunde in der Pause zusammen. „Alescha macht einen sehr guten Job. Es war wichtig, Juri schnell zu versorgen – und genau das ist passiert“, so Mattheis.

Gastgeber sind gefährlich

Etwas Sorgen bereitet Mattheis allein das Schnee-Chaos im Osten der Ukraine: „Mit dem Auto kommt man momentan nirgends hin, hat Juri erzählt. Ich hoffe, dass alles funktioniert.“ Ersatz zu beschaffen würde so kurzfristig schwer – und die Uckermärker seien gefährlich. „Sie sind zwar Tabellenletzte, aber das hat nicht viel zu sagen. Die wollen sich daheim noch mal mit Macht präsentieren“, sagt Mattheis. Alle Gegner, mit denen es der BSK bisher zu tun gehabt habe, würden inzwischen noch aufrüsten, fügt er hinzu: „Das funktioniert in der Bundesliga so. Wer einen Schwachpunkt in seinem Team erkennt, will da etwas ändern. Egal, wie er in der Tabelle steht.“

Das Seelzer Aufgebot komplettieren Routinier Raman Sharafa (Feder), Sevak Miroyan (Halbwelter), Magomed Schachidov (Welter), Andrey Merzliakov (Mittel) und Eugen Waigel (Schwer). Den BSK-Coach freut besonders, wie sich der Augsburger Sharafa (34) schlägt – er ist wie Merzlyakov in dieser Saison unbesiegt. „Beide sind absolute Punktgaranten.“

Der Nord-Erste boxt am 21. und 28. April gegen den Gewinner der Südstaffel, aktuell ist das Titelverteidiger Nordhäuser SV. Für die Seelzer könnte es die erste Mannschaftsmeisterschaft werden. „Bis dahin versuchen wir, keine Schwächen zu zeigen“, unterstreicht Mat­theis.

Von Stefan Dinse

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