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Sportmix Regional Seelzer schlagen sich erneut prima
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17:53 05.02.2018
Bestens und sanft gelandet in Hamburg: Die Boxer lassen den BSK-Vorsitzenden Arthur Mattheis hochleben. Die Seelzer haben nun beste Karten im Kampf um Platz eins in der Nordstaffel.
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Boxen

Der Superschwergewichtler Oleksandr Babych hat seinem Trainer Arthur Mattheis ein Tänzchen im Ring versprochen, sollte Nord-Bundesligist BSK Hannover-Seelze erneut gewinnen. Der Ukrainer legte nach dem 13:10 bei den Hamburg Giants sogar gekonnt einen Kasatschok auf die Bretter. „Der Boden hat gebebt, das war ganz große Klasse“, berichtete BSK-Chef Mattheis beeindruckt. Babychs Landsmann Juri Chestak, Europameister im Leichtgewicht, gab den Seelzern anschließend noch das Kommando, den Coach hochleben zu lassen. „Sie waren ganz vorsichtig und sanft“, sagte Mattheis lachend. Samthandschuhe hatten seine Athleten zuvor freilich nicht getragen – im Gegenteil. Den dritten Erfolg schüttelten die Gäste nicht aus dem Handgelenk, er war hart erarbeitet.

Wegen Haltens verwarnt

Begonnen hatte Federgewichtler Raman Sharafa gegen den Ex-BSK-Mann Domenik Hirsch. Sharafa siegte klar nach Punkten, Hirsch war in Runde drei zweifach wegen Haltens verwarnt worden. Der Augsburger Routinier hat in allen drei Vergleichen für die Seelzer die Oberhand behalten. Der zweite Kampf war der beste und spektakulärste: Chestak besiegte den Ungarn Roland Galos knapp. „Das war ein Kampf auf dem Niveau eines WM-Finales, es hätte auch um Olympia-Gold gehen können“, kommentierte Mattheis. Der Ukrai­ner in Reihen der Seelzer steckte viel ein, teilte aber noch mehr aus; am Ende hieß es 2:1. „Juris großes Ziel sind die Olympischen Spiele 2018“, so Mattheis.

Einen Rückschlag gab es im Halbweltergewicht für Punktegarant Sevak Miroyan. Der Armenier war zu ungestüm und konnte sich nur im zweiten Abschnitt bremsen. In Runde drei attackierte Miroyan abermals zu wild und verlor mit 0:3. „Mit Gewalt erreicht man eben nichts“, monierte der Trainer.

Besser machte es Magomed Schachidov gegen Hamburgs Na­wid Asefi. Der deutsche Meister aus München landete zahlreiche Wirkungstreffer und war einem K.-o.-Sieg nahe. Asefi wurde in Runde drei angezählt. „Es fehlten nur Sekunden, der andere wankte durch den Ring. Mir ist nicht klar, wie man da unentschieden werten kann“, berichtete der BSK-Trainer etwas angefressen. Die Fans hätten nach dem Urteil gepfiffen, so Mattheis: „Es war ein faires Publikum. Das haben die Leute auch nicht verstanden.“ Die rund 500 Zuschauer in der Jahnhalle der Hamburger Turnerschaft von 1816 bezeichnete der BSK-Macher als „sachkundig“.

Gegner verzichtet auf Deckung

Nach der Pause ließ sich Andrey Merzlyakov (Mittel) von Carlos Ángeles nicht aus der Reserve locken. Der Hamburger verzichtete oft auf eine Deckung. „Das sind Provokationen, die in der Bundesliga eigentlich nichts zu suchen haben“, stellte Mattheis fest und fügte hinzu: „Es sah dann nicht so gut aus, Andreys Erfolg war aber verdient.“ Bei diesem Urteil wie auch im Chestak-Kampf waren die Giants allerdings anderer Meinung.

Der neue Ukrainer Oleksandr Pohrebniak (U 19) gefiel im Halbschwergewicht, verlor indes mit 0:3 gegen Ammar Abduljabar. Mattheis verglich den Debütanten mit dessen Landsmann Vasyl Lamachenko, „und das ist aktuell der beste Boxer der Welt“. Pohrebniak habe sich super gedreht und explosiv geschlagen. Eugen Waigel, deutscher Schwergewichtsmeister aus Walsrode, schickte seinen Widersacher Max Degenhardt in Runde zwei zu Boden, gewann mit 3:0 und machte den BSK-Erfolg perfekt.

Babych schließlich hatte Collin Biesenberger unter Kontrolle, der Gigant fiel in Runde zwei und blutete – wenig später brach der Ringrichter ab. „Es läuft wunderbar. Aber wir müssen konzentriert bleiben“, fasste Mattheis zusammen.

Von Stefan Dinse

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