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Mit ihm ist beim Spieltag in Hagenburg zu rechnen: Torben Wosik tritt für den Oldenburger TB in der Niedersachsenliga 40 an.

Mit ihm ist beim Spieltag in Hagenburg zu rechnen: Torben Wosik tritt für den Oldenburger TB in der Niedersachsenliga 40 an.
© Imago

Tischtennis

Mit Waldner, Persson, Wosik und Appelgren

Die Senioren-Ligen sind exzellent besetzt – es stehen die ersten Spieltage an. Spieler des TuS Gümmer könnten sich dabei mit dem früheren Olympiasieger Jan-Ove Waldner oder Mikael Appelgren messen.

Wunstorf/Seelze. In Hagenburg und Sarstedt steht am Sonnabend ein „Seniorentreff“ der besonderen Art an, wie es Carsten Linke vom TSV Hagenburg formuliert. Doch wer nun an Tanztee, beigefarbene Schuhe und Pa­trick Lindner als Stargast denkt, der irrt gründlich. Stattdessen finden sich ab 12 Uhr in der Hagenburger Mehrzweckhalle und der Albert-Schweitzer-Schule in Sarstedt etliche Tischtennisspieler zum ersten Blockspieltag der Niedersachsenliga der Senioren ein. Statt zweckmäßigen Schuhwerks wird man dort eher quietschbunte Hallenschuhe bewundern können, und anstelle des Schlagerstars werden die bekanntesten Gesichter Jan-Ove Waldner, Mikael Appelgren und Torben Wosik sein. Wenn sie denn überhaupt dabei sein werden ... „Man munkelt, dass Appelgren wohl kommen wird“, sagt Linke. Bei Waldner wisse man es nicht so genau.

In insgesamt fünf Konkurrenzen treten jeweils bis zu acht Mannschaften in dieser höchsten niedersächsischen Liga der Altersklassen gegeneinander an. Aus dem Gebiet dieser Zeitung sind bei den Senioren 40 und Senioren 70, deren erster Spieltag für beide in Hagenburg über die Bühne geht, der gastgebende TSV (40) sowie der TSV Lu­the (70) am Start. Der TuS Gümmer startet bei den Senioren 50 in Sarstedt, für den TSV Bokeloh geht es bei den Seniorinnen 40 in Seevetal um die ersten Punkte. Einzig das Klassement der Senioren 60 kommt ohne Team aus der Region Hannover aus.

Alle Matches werden gespielt

Es misst sich in Vierermannschaften jedes Team mit jedem anderen in einer einfachen Runde nach dem Bundessystem – also mit zwei Doppeln und acht Einzeln. Eine Besonderheit ist, dass alle zehn Matches in jedem Fall ausgetragen werden, selbst wenn bereits eine Entscheidung zugunsten einer Mannschaft gefallen ist. „Wir werden in drei Schichten an zwölf Tischen spielen“, erklärt Linke, der sich freut, in seinem Vereinskameraden Günter Entorf einen erfahrenen Turnierleiter an seiner Seite zu wissen. Nur der nach dem zweiten Spieltag (20./21. April) Erstplatzierte jeder Staffel qualifiziert sich für die deutsche Endrunde im hessischen Langenselbold Anfang Juni. Und wer das – zumindest in den Konkurrenzen Senioren 40 (Jahrgänge 1978 und älter) sowie 50 (1968) sein wird, steht im Grunde schon vorher fest. Denn mit Wosik befindet sich bei den „Jüngsten“ des Titelverteidigers Oldenburger TB ein aktueller Drittligaakteur von Hertha BSC aus Berlin im Aufgebot, der zu seiner besten Zeit deutscher Meister im Einzel wurde und etliche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften errang.

Sogar noch etwas namhafter sind die beiden ehemaligen schwedischen Internationalen Waldner (zweimal Weltmeister, einmal Olym­piasieger) und Jörgen Persson (ebenfalls Welt- und Europameister) im Senioren-50-Team des OTB. „Die sind nicht schlagbar“, sagt Gümmers Kapitän Wolfgang Werner. Möglich werden diese hochklassigen Teambesetzungen durch die „Altersgruppenbezogene Spielberechtigung“, die es erlaubt, in Senioren-Punktspielen für einen anderen als seinen Stammverein anzutreten. Dies macht sich freilich nicht nur der Favorit aus Oldenburg zunutze, sondern im Grunde jedes teilnehmende Team.

Zilling für den RSV am Tisch

Auch bei den Hagenburgern und den Gümmeranern tritt so manche Leihgabe aus einem anderen Verein an. Der TSV Luthe spielt gar ohne „echte“ Luther. Mit Manfred Zilling tritt zudem ein originärer Hagenburger für die Farben des RSV Hannover und damit gegen seinen Club an. „Ich sehe das etwas ambivalent“, sagt Werner, auf die Anwesenheit der Stars von einst angesprochen. Einerseits sei es schade, dass der Sieger vorab quasi bereits feststünde. Allerdings mache es aber natürlich auch Spaß, gegen solch ambitionierte Leute anzutreten. „Unsere Nummer eins, Bernd Heyne, fand es schon etwas schade, dass Waldner wohl gar nicht kommt“, berichtet er. „Aber Appelgren ist ja auch nicht schlecht“, fügt er lachend hinzu. Nach dem „bisschen Klickern“ (Linke) steht ab etwa 18 Uhr die Abschlussfeier an. Oder wie hat der Hagenburger Kapitän es genannt: „Der Seniorentreff“. Ein bisschen Tanz und Musik gibt es also wohl doch noch.

Von Ole Rottmann


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