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Sportmix Regional Der SV Harkenbleck feiert schon wieder
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16:29 21.02.2018
Vor ihrer Leistung kann man nur den Hut ziehen: Jan Kekeritz (von links), Lara Schindler, Lukas Kirchberg, Lisa Szalai, Jan-Henrik Gleis, Leonie Schindler und Ciaran Fitzgerald finden sich als Aufsteiger in der Niedersachsen-Bremen-Liga bestens zurecht – und werden gleich wieder Meister. Quelle: Foto: privat
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Badminton

Harkenbleck freut sich über einen Meister. Schon wieder. Und wie sollte es in dem Örtchen mit nicht einmal 1000 Einwohnern anders sein: Gefeiert wird erneut bei der Badmintonsparte des Sportvereins. Vor einem Jahr belegte die erste Mannschaft Platz eins in der Landesliga, jetzt gelang ihr dies in der Niedersachsen-Bremen-Liga, die ihr Einzugsgebiet im Namen trägt und den Stellenwert des Titels verdeutlicht. Ob es in der nächsten Saison in der vierthöchsten Spielklasse, der Oberliga, weitergeht, ist allerdings noch offen. Doch dazu später mehr.

Der Zweikampf um den Titel mit dem SV Veldhausen 07, einem Vereins aus einem nur unwesentlich größeren Ort an der niederländisch-deutschen Grenze, wurde am finalen Doppelspieltag in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule in Laatzen entschieden. Weil die Veldhäuser in ihrer ersten Partie des Tages nicht jedoch über ein Remis gegen die SG Comet/FC 58 Braunschweig hinauskamen, fiel der Showdown im letzten Spiel der Saison aus. Die Beteiligten konnten befreit zum Racket greifen, und die Harkenblecker setzten das i-Tüpfelchen in Form eines 6:2 auf die überragende Spielzeit. Besonders beeindruckend war die Leistung vom Leonie Schindler, die die bis dato ungeschlagene Kira Feldmann mit 21:16, 21:17 besiegte.

Meister zu werden, das war vor Saisonbeginn kein Thema, zumindest offiziell nicht. „Natürlich war uns wichtig, so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“, sagt Jürgen Kirchberg, Spartenleiter der Harkenblecker. Eine vernünftige Zielsetzung für einen Aufsteiger. Allerdings fanden sich alle Spieler rasch in der neuen Spielklasse zurecht, es folgte Sieg auf Sieg. „Wir wurden immer stabiler in unseren Leistungen. Als wir am Ende der Hinrunde auf Platz eins standen, wollten wir auch Meister werden“, blickt Kirchberg zurück. Und das, obwohl die Mannschaft quantitativ ziemlich dünn besetzt war. Angesichts von nur vier Herren im Aufgebot waren Verletzungen „absolut ausgeschlossen“, da diese vier an allen Spieltagen eingesetzt werden mussten. „Wir hatten ein bisschen Glück, da sind wir ziemlich verschont geblieben“, sagt Kirchberg.

Nachbar VfL Grasdorf beendete die Runde in der Niedersachsen-Bremen-Liga auf Platz vier. Die Harkenblecker Reserve schaffte in der Landesliga dank zweier Siege am finalen Spieltag den Klassenerhalt.

Doch was bedeutet die Meisterschaft der Erstvertretung für den Verein? Jedenfalls nicht den Aufstieg in die vierthöchste nationale Spielklasse. Um in der nächsten Saison in der Oberliga Nord zu spielen, muss der SV Harkenbleck in einem Relegationsturnier am 24./25. März einen der ersten drei Plätze erreichen. Gegner sind die Meister aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Außerdem erhält der Drittletzte der Oberliga Nord die Chance auf den nachträglichen Klassenerhalt. „Das ist ein hartes Teilnehmerfeld, aber wir sind alles andere als chancenlos und werden unser Bestes geben. Das Team möchte es auf jeden Fall versuchen“, sagt Kirchberg.

Durch die größeren Distanzen zu den Spielorten würde der Zeitaufwand für die Amateursportler deutlich größer werden, an einem Wochenende werden zwei Spieltage an unterschiedlichen Orten, womöglich auch in unterschiedlichen Bundesländern, ausgetragen. Dadurch würden „die Wochenenden komplett durch den Sport vereinnahmt“, sagt Kirchberg. Darüber hinaus steigen Anreise- und Übernachtungskosten. Der Verein wäre auf neue Sponsoren angewiesen. Personell würde sich nach Lage der Dinge nichts ändern: „Uns bleiben alle Spieler erhalten, egal, wo es sportlich weitergeht“, so der Spartenleiter. „Wir sind mit einer guten Teamleistung Meister geworden, und das soll auch der Schlüssel für die kommende Zeit sein. Wir werden auf dem Transfermarkt nicht aktiv. Falls sich eine neue Spielerin oder ein neuer Spieler uns anschließen will, sind wir natürlich nicht abgeneigt.“

Von Marian Swiderke

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