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Sportlerwahl Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus
Sportbuzzer Sportlerwahl Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus
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18:16 28.12.2017
GUTE KÖRPERSPRACHE: Bibiana Steinhaus in ihrem Element. Quelle: picture alliance
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Hannover

Haben Sie sich mittlerweile in der ersten Liga eingelebt – oder ist es immer noch etwas Besonderes?

Es ist sogar etwas ganz Außergewöhnliches, Spiele in der Bundesliga leiten zu dürfen. Die Bundesliga ist definitiv eine der stärksten Ligen der Welt, also für jeden Schiedsrichter eine riesige Herausforderung. Bei jedem Spiel, wenn ich beim Auflaufen die Mannschaften auf das Feld leite, bekomme ich eine Gänsehaut. Ich bin sehr dankbar für diese Chance.

Sie wurden zum dritten Mal zur Weltschiedsrichterin gewählt. Welche Bedeutung hat der Titel für Sie?

Feedback, Ansporn und Motivation. Von einem unabhängigen Gremium, bestehend aus Trainern, Journalisten, Verantwortlichen, eine solche Rückmeldung zu erhalten, schmeichelt natürlich ungemein. Aber ich werde an der Leistung von morgen gemessen. Die bisherigen Spiele sind Vergangenheit. Also heißt es weiterzuarbeiten, dranzubleiben.

Wieso sind Sie eigentlich die einzige Schiedsrichterin in Deutschland, die es so weit gebracht hat?

Wir haben in Deutschland knapp 79 000 Schiedsrichter. Nur circa 2800 von ihnen sind weiblich. Mit Dr. Riem Hussein leitet eine Kollegin Spiele in der dritten Bundesliga, Katrin Rafalski wird als Assistentin in der zweiten Bundesliga eingesetzt. Wir sind auf einem guten Weg, aber betonen auch immer wieder: Die Leistung ist entscheidend.

Sprechen Sie mit Ihrem Freund Howard Webb privat auch noch viel über Ihren Job?

Wir werden durch den Deutschen Fußball-Bund und seine Schiedsrichtercoaches intensiv betreut und gefördert. Howards Tipps und Tricks sind dazu eine hervorragende Ergänzung.

Welche Ziele haben Sie für 2018?

In der Bundesliga anzukommen und mich dauerhaft zu etablieren.

Wie oft sind Sie noch in Hannover, und an welchen Orten sind Sie besonders gern?

Hannover ist mein Lebensmittelpunkt. Ich laufe gerne mit meinen Kollegen um den Maschsee oder durch die Eilenriede, bummele mit Freunden durch die Altstadt, besuche mit meinen Nichten den Zoo oder erkunde mit meiner Familie die Region.

Die Spieler wirken oft, als würden sie Sie netter behandeln als Ihre männlichen Kollegen. Nehmen Sie das auch so wahr?

Diese Frage können die Spieler sicher besser beantworten als ich.

Dennoch, wie ist Ihr Eindruck?

Ich kenne ja nur meinen Blickwinkel, und aus diesem betrachtet kann ich sagen, dass mir die Spieler sehr aufgeschlossen begegnen. Und es ist wie im Alltag auch: Der Ton macht die Musik.

Haben Sie früher eigentlich selbst Fußball gespielt?

Ich habe als Jugendliche tatsächlich ein paar Jahre gekickt, habe aber schnell erkannt, dass ich eher talentfrei agiere.

Wie kamen Sie dann zur Schiedsrichterei?

Wolfgang Illhardt, der Schiedsrichter-Obmann meines damaligen Vereins, hat mich für die Schiedsrichterei geworben. Da mein Vater auch Fußballschiedsrichter ist, hatte ich eine gute Vorstellung von dem, was mich wohl erwarten wird.

Von Timo Gilgen

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