Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportlerwahl Kanutin Sabrina Hering
Sportbuzzer Sportlerwahl Kanutin Sabrina Hering
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 28.12.2017
FOKUSSIERT: Sabrina Hering im Boot. Quelle: imago
Anzeige
Hannover

Hallo Frau Hering! Oder Hering-Pradler?

Natürlich Hering-Pradler. Hering wollte ich aber erst mal behalten, bis Tokio 2020, damit man mich in der Zeitung wiedererkennt (lacht).

Die Hochzeit mit Paul Pradler war ja sicherlich Ihr persönliches Highlight oder?

Nein, gar nicht. Mein persönliches Highlight war – Paul wird es mir verzeihen – die WM-Silbermedaille im Vierer. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Wir hatten so viele Schwierigkeiten. Der Vater von Bootsparterin Steffi Kriegerstein war gestorben, sie fiel dann entsprechend aus, dann war ich zwei Monate krank. Dass wir uns als Team so zusammengefunden haben, um Silber kämpfen konnten, Gold nur knapp weggegeben haben – das war der Höhepunkt! Aber in der Rangfolge kommt dann natürlich sofort die Hochzeit! (lacht)

Und der Tiefpunkt?

Sicher meine lange Krankheit. Im Frühjahr hatte ich einen Test, der war richtig gut. Im März sind wir nach Florida ins Trainingslager geflogen. Und da ging das ganze Spektakel los, dass ich keine Stimme mehr hatte, totale Halsschmerzen hatte. Meine Augen waren rot unterlaufen. Ich bin nach Hause geflogen. Zu Hause wurden zunächst eine Kehlkopfentzündung und eine leichte Bronchitis diagnostiziert. Aber es wurde nicht besser. Ein großes Blutbild hat dann ergeben: pfeiffersches Drüsenfieber.

Eine Diagnose, bei der man weiß: Damit falle ich länger aus?

Ja, ich hatte die Saison komplett abgeschrieben. Unser Ziel war An­fang Mai. Wenn ich bis dahin wieder paddeln kann, ohne dass ich aussehe wie ein Wandersportler, dann versuchen wir nochmal anzugreifen. An­sonsten kann ich Urlaub buchen.

Sie standen kurz vor der Aufgabe?

Ja, aber ich habe weitergekämpft. Am 5. Mai wurde es dann besser. Bei den Tests habe ich dann super abgeschnitten. Ich hatte nichts von meiner Form verloren. Glücklicherweise. Nach Olympia hat man meistens noch ein Jahr, in dem man von den ganzen Kilometern zehren kann. So konnten die Trainer wieder mit mir planen. Mein Ziel war dann, auf jeden Fall im Vierer zu sitzen. Dass der Einer auch noch dazukam, hat mich überrascht.

Die Pläne für 2018?

Ein Höhepunkt: Wir haben den Weltcup in Duisburg im Mai. Da hoffen wir auf viele Zuschauer, die uns anfeuern. Die WM in Portugal Ende August ist dann natürlich das Nonplusultra. Mal gucken, was dabei rumspringt.

Wie war denn Ihre Hochzeitsfeier?

Für mich kam es irgendwie doch ganz plötzlich. Ich hatte zwar viel Zeit, um zu planen, aber es war trotzdem sehr spät, um eine geeignete Location zu finden. Am Maschsee war leider schon alles ausgebucht. Aber wir haben dann im Fischerstübchen am Wilkenburger See was Schönes gefunden. Klein und gemütlich. Das war total schön. Außer, dass Paul nicht geweint hat. Ich hatte gehofft, dass er weint. Aber er meinte gleich, wieso sollte er denn weinen. (lacht)

Hat sich Ihr Leben mit der Heirat verändert?

Nein. Man ist die gleiche Person wie vorher auch. Außer, dass man immer noch mit Frau Hering angesprochen wird. Es wird sicher komisch, wenn die ersten Rennen anstehen und man mit Hering-Pradler aufgerufen wird oder man versucht, den langen Na­men ans Boot zu tackern.

Wer ist eigentlich schneller – Ihr Mann oder Sie?

Ganz klar Paul. Da braucht es kein Rennen. Paul trainiert aber oft mit mir und packt sich dann Zusatzgewichte ins Boot, damit er nicht zu schnell ist. (lacht)

Wie steht es um die sportlichen Ambitionen ihres Mannes?

Er will tatsächlich noch mal angreifen und zusammen mit Jakob Thordsen im Zweier bei der deutschen Meisterschaft fahren.

Von Simon Lange

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundesliga-Basketballerin Stefanie Grigoleit (28) ist seit diesem Jahr deutsche Nationalspielerin. Auch um ihrer Familie wieder näher zu sein, wechselte die gebürtige Magdeburgerin vor drei Jahren aus der Basketballhochburg Keltern (bei Pforzheim) nach Hannover, wo sie sich heimisch fühlt. Zu ihren größten Erfolgen zählen eine deutsche Meisterschaft und der Aufstieg mit dem TKH in die erste Liga 2016. Mit ihren 1,86 Metern spielt sie auf den Flügeln. Und sie ist nominiert für die NP-Sportlerwahl 2017 – zehn Fragen an die Basketballerin.

22.12.2017
Sportlerwahl NP-Sportlerwahl 2017 - Judoka Pauline Starke

Pauline Starke (20) startet in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo. Seit ihrem fünften Lebensjahr betreibt sie die Sportart. Ihren bislang größten Erfolg feierte sie 2016 mit dem Gewinn des Junioren-Europameistertitels. Sie ist Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehr, wo sie aktuell die Grundausbildung absolviert. Vor kurzem begann sie auch ein Biologie-Studium an der Leibniz-Universität. 2018 startet Starke offiziell bei den Frauen. Trotz Respekts vor dem Umstieg in die neue Klasse hat die 20-Jährige sich eine Olympia-Teilnahme 2020 zum Ziel gesetzt. Und sie ist nominiert für die NP-Sportlerwahl 2017 – zehn Fragen an die Judo-Kämpferin

21.12.2017

Die Damen des TTK Großburgwedel spielen seit dieser Saison in der zweiten Bundesliga. Vor der Saison wurde mit Polina Trifonova eine neue Nummer eins verpflichtet. Und die gebürtige Bulgarin hat großen Anteil daran, dass der TTK gut in die Saison gestartet ist. Zur Mannschaft gehören außerdem Dijana Holoková, Amélie Rocheteau, Aida Rahmo, Suzanne Dieker und Kadrina Junker. Betreut wird das Team von Michael Junker. Der sagte bereits vor der Saison: „Das Leistungsniveau ist verdammt ausgeglichen, eine schwache Mannschaft habe ich nicht entdeckt. Deshalb sehe ich die halbe Liga in Ab­stiegsnöten. Auch wir können uns davon nicht ganz freisprechen.“ Aktuell liegt der TTK jedoch im Mittelfeld. Und die Mannschaft ist nominiert für die NP-Sportlerwahl 2017 – zehn Fragen an Spielerin Amélie Rocheteau.

20.12.2017
Anzeige