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Packt zu: Pauline Starke (in weiß) in Aktion.

Packt zu: Pauline Starke (in weiß) in Aktion.
© privat

NP-Sportlerwahl 2017

Judoka Pauline Starke

Pauline Starke (20) startet in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo. Seit ihrem fünften Lebensjahr betreibt sie die Sportart. Ihren bislang größten Erfolg feierte sie 2016 mit dem Gewinn des Junioren-Europameistertitels. Sie ist Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehr, wo sie aktuell die Grundausbildung absolviert. Vor kurzem begann sie auch ein Biologie-Studium an der Leibniz-Universität. 2018 startet Starke offiziell bei den Frauen. Trotz Respekts vor dem Umstieg in die neue Klasse hat die 20-Jährige sich eine Olympia-Teilnahme 2020 zum Ziel gesetzt. Und sie ist nominiert für die NP-Sportlerwahl 2017 – zehn Fragen an die Judo-Kämpferin

Hannover.  

Was war Ihr Highlight 2017?

Auf jeden Fall, das erste Mal im Februar bei einem Grand Prix starten zu dürfen, schon mal bei den Frauen reinschnuppern zu dürfen, und die U-21-Weltmeisterschaft vor einigen Wochen, wo ich Siebte im Einzel und Dritte im Team wurde.

Gab es auch Enttäuschungen?

Ja, von meiner Einzelleistung bei der WM war ich enttäuscht. Da war durchaus eine Medaille drin. Aber beim Judo hat man halt mal gute und schlechte Tage, und leider habe ich da einen schlechteren Tag erwischt.

Welche Ziele haben Sie für 2018?

Nächstes Jahr bin ich das erste Jahr bei den Frauen. Dann gibt es noch die U-23-EM – da möchte ich gerne starten und dann erst mal bei den Frauen reinschnuppern und gucken, wie es klappt.

Haben Sie schon ein Fernziel?

Ja, Olympia ist schon auf jeden Fall ein großer Traum. Inwiefern das realistisch ist, werde ich dann bei den Frauen sehen, wie ich mich da reinkämpfen kann.

Wie groß ist der Unterschied zwischen Junioren und Frauen?

Der ist sehr groß. Das ist sehr schwierig, und es gelingt nicht vielen, den Sprung zu schaffen. Die sind einem physisch noch recht überlegen, und die haben einfach auch viel mehr Erfahrung, das merkt man. Der ganze Kampfgeist ist schon anders.

Wann haben Sie mit dem Sport angefangen, und warum ist Judo für Sie die beste Sportart?

Ich mache Judo, seitdem ich fünf bin – weil Judo sehr vielfältig ist. Es kann jede Sekunde was passieren – das macht es spannend. Man muss Ausdauer, Kraft mitbringen, muss aber auch im Kopf stark sein. Dadurch kann auch mal ein Favorit gegen einen Außenseiter verlieren.

Wie oft trainieren Sie, und was machen Sie, wenn Sie gerade nicht trainieren?

Jeden Tag so drei bis vier Stunden außer am Wo­chenende – da hat man Wettkampf oder Trainingslager, oder auch mal frei. Ich bin in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und absolviere dort gerade meine Grundausbildung. Die ermöglicht mir, auch noch zu studieren. Und da studiere ich an der Leibniz-Uni Biologie seit diesem Se­mester.

Wohin soll es später gehen?

Das weiß ich noch gar nicht so wirklich. An sich ist momentan der Sport an erster Stelle. Dann werde ich mal schauen, was sich da so ergibt.

Was haben Sie sonst für Hobbys?

Ich fahre gerne Ski, ich nähe gerne – das habe ich von meiner Mutter. Und sonst verbringe ich auch gerne Zeit mit meinen Judofreunden außerhalb des Sports.

Gibt es Sportlerinnen, die vom Judo leben können?

In Deutschland ist es schwer, in Frankreich ist es möglich. Das Land ist dafür sehr bekannt. In Japan wird es auch möglich sein.

Von Timo Gilgen


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