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JUBELKREIS: Die Recken feiern den jüngsten Heimsieg gegen Lemgo.

JUBELKREIS: Die Recken feiern den jüngsten Heimsieg gegen Lemgo.
© Petrow

NP-Sportlerwahl 2017

Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf

Die Recken der TSV Hannover-Burgdorf spielen im neunten Jahr in Folge in der höchsten deutschen Handballliga und sind die amtierende NP-Mannschaft des Jahres 2016. Doch nach der Sportgala im Januar 2017 ging es für die Handballer steil bergab: Auf die Super-Hinrunde mit Platz fünf folgte eine Horror-Rückrunde. Das Team von Jens Bürkle blieb in 16 Spielen in Folge ohne Sieg. Der Trainer musste deshalb im Sommer gehen, der spanische Starcoach Carlos Ortega übernahm gemeinsam mit Landsmann Iker Ro­mero als Co-Trainer. Er brachte den Recken wieder das Siegen bei – und wie. Hannovers Handballer hauen reihenweise auch die Topteams weg, Platz drei ist der Lohn zur Winterpause. Neben Stars wie Kapitän Kai Häfner und Spielmacher Morten Olsen sticht in dieser Saison bisher vor allem Casper Mortensen hervor. Der Dänen-Linksaußen ist mit 133 Treffern bester Torschütze der Liga – zehn Fragen an den Handballer.

Hannover.  

Was sind für Sie die Hauptgründe für die bisher so starke Hinrunde?

Wir haben in der Vorbereitung viel gearbeitet. Jeder Spieler macht seinen Job in der Abwehr, unsere Torhüter machen gute Spiele, und auch unser Angriff ist gut drauf. Das ist harte Arbeit.

Wie haben Sie die so katastrophale vergangene Rückrunde aufgearbeitet?

Wir haben viel gesprochen und die Probleme gelöst. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen zu der Zeit. Nun haben wir einen neuen Trainer, eine komplett neue Abwehr, spielen geduldiger und mit mehr Klarheit im Angriff. Wir spielen wieder wie eine Mannschaft! Das haben wir in der letzten Rückrunde nicht geschafft.

Wie arbeitet der neue Coach Carlos Ortega?

Er ist sehr professionell. Wir machen viel Videovorbereitung vor jedem Spiel, so dass wir fast alles über jeden Gegner wissen. Die Mannschaft hat viel Respekt vor ihm und auch vor unserem Co-Trainer Iker Romero.

Wann schrauben Sie das Saisonziel nach oben – oder steckt die Horror-Rückrunde noch zu sehr in den Köpfen?

Wir haben die Horrorserie nicht mehr im Kopf. Wir sind weiter, die beiden Saisons kann man nicht vergleichen. Jetzt läuft es sehr gut. Wir gucken nur nach vorne, wollen jedes Spiel gewinnen, und im Moment haben wir natürlich sehr viel Selbstvertrauen.

Einige sprechen und träumen schon von der Meisterschaft. Wer sorgt im Team dafür, dass die Truppe trotzdem auf dem Boden bleibt?

Das machen wir alle. Wir sind uns der Situation bewusst und reden eigentlich gar nicht von der Meisterschaft. Wir genießen den aktuellen Moment, aber müssen auch immer noch die Fehler von Spiel zu Spiel minimieren.

Gab es ein Spiel, das Sie als Höhepunkt im Jahr 2017 ansehen würden?

Für mich waren das beide Spiele gegen Kiel – wo wir zweimal gewonnen haben. Aber besonders das Pokalspiel. Jetzt die Chance zu haben, mit einem weiteren Sieg ins Final Four einzuziehen, ist für mich schon besonders.

Wie sehen Ihre persönlichen Ziele aus?

Ich will alle Titel gewinnen! Auch die Meisterschaft. Bei Europa- und Weltmeisterschaft sind wir mit Dänemark „nur“ Zweiter geworden (lacht). Aber auch das Final Four in diesem Jahr ist ein Ziel. Ich habe noch Hunger.

Haben Sie lieber in der Swiss-Life-Hall gespielt – oder in der neuen, viel größeren Heimspielstätte, der Tui-Arena?

Beide sind sehr schön, aber die Tui-Arena ist mein klarer Favorit. Für mich eine der besten Hallen Deutschlands. Es ist noch geiler, wenn viele Zuschauer in der Halle sind. Das macht Druck auf den Gegner und ist super für uns.

Wer sind die Spaßvögel in der Mannschaft?

Ilija Brozovic macht immer viel Spaß. Er will immer Basketball spielen, ist ein Super-Typ. In der Kabine haben wir auch immer viel Spaß, dennoch spüre ich, dass wir sehr professionell sind und richtig hart arbeiten.

Wie oft unternehmen Sie eigentlich was mit dem 96-Dänen Uffe Bech und Ex-96er Leon Andreasen?

Wir machen viel zusammen. Als ich im Februar 2016 hierherkam, haben wir uns durch Morten Olsen sofort kennengelernt. Je­den Montag gehen wir zusammen ins Astor, gehen auch sonst zusammen in die Stadt. Wir sind schon die dänische Allianz.

Von Timo Gilgen


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