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Im Anflug: TKH-Basketballerin Stefanie Grigoleit entwickelte sich in Hannover zur Nationalspielerin.

Im Anflug: TKH-Basketballerin Stefanie Grigoleit entwickelte sich in Hannover zur Nationalspielerin.
© Florian Petrow

NP-Sportlerwahl 2017

Basketballerin Stefanie Grigoleit

Bundesliga-Basketballerin Stefanie Grigoleit (28) ist seit diesem Jahr deutsche Nationalspielerin. Auch um ihrer Familie wieder näher zu sein, wechselte die gebürtige Magdeburgerin vor drei Jahren aus der Basketballhochburg Keltern (bei Pforzheim) nach Hannover, wo sie sich heimisch fühlt. Zu ihren größten Erfolgen zählen eine deutsche Meisterschaft und der Aufstieg mit dem TKH in die erste Liga 2016. Mit ihren 1,86 Metern spielt sie auf den Flügeln. Und sie ist nominiert für die NP-Sportlerwahl 2017 – zehn Fragen an die Basketballerin.

Hannover.  

Was war Ihr Highlight 2017?

Dass ich für die Nationalmannschaft nominiert wurde, war ein Highlight, und für den TKH war das Spiel gegen Keltern ziemlich nice, weil wir da einfach super als Team zusammengespielt haben.

Was ist das für ein Gefühl, für Deutschland zu spielen?

Es macht auf jeden Fall Spaß. Es ist ziemlich cool, die Hymne vor dem Spiel zu hören, der Trainer und die Leute sind nett. Das ist einfach ein cooles Gefühl.

Welche Ziele haben Sie für 2018?

Mit der Nationalmannschaft, dass wir es mal schaffen, uns für die EM zu qualifizieren. Ich persönlich will gar nicht mehr so lange spielen, vielleicht noch zwei bis drei Jahre. Als Ab­schluss will ich aber unbedingt noch mal irgendwo im Ausland spielen – wann genau das ist, weiß ich aber noch nicht.

Was haben Sie gelernt, und was wollen Sie nach Ihrer Basketballkarriere machen?

Ich habe mal Industriekauffrau gelernt. Außerdem ha­be ich die B-Lizenz als Trainerin. Nach der Karriere würde ich gerne zur Bundeswehr gehen – da will ich mich jetzt schon mal erkundigen, welche Möglichkeiten es da gibt.

Sie trainieren aktuell eine Jugendmannschaft.

Ja, ich trainiere die U 16. Das mache ich schon, seitdem ich hier angefangen habe, also rund drei Jahre. Vorher auch noch die U 14, aber durch die Nationalmannschaft ist nicht mehr genügend Zeit dafür da.

Was machen Sie, wenn Sie gerade nicht Basketball spielen?

Ich habe zwei Hunde, einen Australian Shepherd und einen Huskey. Wenn ich zu Hause in Herrenhausen bin, dann nehme ich die und gehe draußen mit ih­nen spazieren.

Wie sind Sie zum Basketball gekommen?

Früher habe ich viele Sportarten gemacht, war immer relativ sportlich. Irgendwann hat mich meine beste Freundin zum Basketball gezogen, und eigentlich wollte ich gar nicht weitermachen. Aber dann wurde ich bei „Ju­gend trainiert für Olympia“ entdeckt, bin nach Halle ins Internat gezogen, und da ist mir dann erst be­wusst geworden, dass Basketball einfach alles für mich ist.

Wie beurteilen Sie die Situation des Frauen-Basketballs in Deutschland?

Es gibt zwei, drei Vereine, wo ich sagen würde, wenn man da hingeht, kann man davon leben. Aber beim Rest muss man noch ne­benbei was machen.

Schauen Sie als Frau auch viel Männerbasketball, NBA zum Beispiel?

Ich selbst bin überhaupt nicht der Typ, der gerne Basketball guckt. Wenn ich muss, dann mache ich es, aber ich würde jetzt niemals ein NBA-Spiel gu­cken.

Gibt es andere Sportarten, für die Sie sich begeistern können?

Ich gucke gerne Olympische Spiele, aber einen richtigen Sport, den ich gerne schaue, gibt es eigentlich nicht – da bin ich ein bisschen komisch.

Von Timo Gilgen


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