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Sportler des Jahres 2018 Julian Real: "Die WM in Südkorea ist ein großes Ziel"
Sportbuzzer Sportler des Jahres 2018 Julian Real: "Die WM in Südkorea ist ein großes Ziel"
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18:46 11.01.2019
Waspo-Abwehrchef Julian Real. Quelle: Petrow

Mit Waspo haben Sie in der letzten Saison das Triple geholt. Haben Sie alle Medaillen noch?

Natürlich, die hebe ich auf. Wieso?

Beim ASC Duisburg, Ihrem Ex-Verein, sind ja damals offenbar viele Silbermedaillen im nahen Barbarasee versenkt worden. Als Frustbewältigung wegen der Finalniederlagen gegen Spandau.

Ja, das stimmt. Es waren aber vorwiegend die älteren Spieler. Sie wollten unbedingt Meister werden. Und 2013 hat es dann ja auch geklappt.

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Welche Sportlerinnen und Sportler sind nominiert? Was können Sie gewinnen? Alle Informationen zur Sportlerwahl finden Sie hier.

War 2018 Ihr erfolgreichstes Jahr?

National auf jeden Fall mit allen drei Titeln. Mit der Nationalmannschaft haben wir die WM-Qualifikation geschafft, das ist auch ein großer Erfolg.

Die Siegesfeier nach der ersten Meisterschaft seit 1993 auf der Limmerstraße in Linden war eine große Sause – aber eben auch sehr schlicht. Die drei Pokale wurden im Einkaufswagen spazieren gefahren. Hat Ihnen das gefallen?

Auf jeden Fall, das war große Klasse. Es passt zu diesem Verein. Bodenständig. Ehrlich.

Sie sind gemeinsam mit Tor- wart Moritz Schenkel aus Duisburg gewechselt. Mit diesem Verein hatte sich Waspo zuvor heftige Duelle geliefert. Gab es keine Probleme?

Wir sind super aufgenommen worden. Hier prallen ja auch viele Nationalitäten aufeinander. Und am Anfang hat man vielleicht gedacht, ob das alles gutgeht. Die Integration hat aber sehr gut geklappt, der Teamgeist ist stark. Es macht Spaß mit dieser Mannschaft.

Wer ist der Sportler des Jahres?

Sie sind ein Centerverteidiger von Weltklasseformat. Waspos Abwehr ist nun sicherer. War das entscheidend für den Titelgewinn?

Dass wir nun stabiler sind, ist sehr wichtig. Es war klar: Gegen Spandau darf man sich nicht erlauben, mehr als sieben bis acht Tore zu kassieren. Vorne sind wir immer für bis zu zehn Tore gut. Das haben wir in der Finalserie sehr gut gemacht.

Sie haben nicht nur in der Bundesliga geglänzt, sondern auch bei der EM und im Europacup als Kapitän des DSV. Haben Sie Angebote bekommen von anderen Vereinen?

Es gab zwar Lob, mehrheitlich von den Spielern – konkrete Angebote aber nicht.

Im Spiel sind Sie besonnen, behalten stets die Kontrolle. Selbst wenn das Wasser schäumt. Rasten Sie nie aus?

Nein, ich versuche, mich nicht von negativen Emotionen des Gegners anstecken zu lassen. Das kann dazu führen, dass man den Kopf nicht mehr frei hat. Positive Emotionen sind etwas anderes.

Das ist Julian Real

Julian Real ist 29 Jahre alt, er studiert BWL (Fachrichtung Accounting/Fi­nance). Mit Partnerin Bianca hat er einen Sohn. Real ist zwei Meter groß und wiegt 115 Kilogramm, er bringt es auf mehr als 220 Länderspiele. Mit Waspo holte er 2018 das Triple: Meisterschaft, Pokal und Supercup.

Besonders auf Ihrer Position geht es aber richtig zur Sache. Bei der EM hatten Sie einen Riss an der Nase, da war die Kappe des Gegners hängengeblieben. Aber Sie haben weitergemacht, und eigentlich sind Sie nie verletzt. Sie sind unverwüstlich, wie kommt das?

Das stimmt. Liegt vielleicht an der guten Körperpflege (lacht). Ich hatte mal eine Rippenverletzung, das war es aber auch schon. Doch beschreien wir es nicht, sonst passiert doch noch etwas.

Wir gehen mal davon aus, das bleibt so. Was sind die Ziele in diesem Jahr?

Ich will die Titel verteidigen, den Supercup haben wir ja schon. Die WM in Südkorea ist ein großes Ziel. Es wäre super, wenn wir da unter die besten acht kommen.

Nur in der Champions League läuft es bisher nicht rund …

Stimmt leider. Es ist heftig, dass wir da unten im Keller sind, und inzwischen steigt für uns der Druck. Ich weiß wirklich nicht, woran es liegt, dass wir die Leistung nicht abrufen können.

Liegt es daran, dass Waspo in der Bundesliga meist unterfordert ist und international das Niveau dann viel höher ist?

Nein, denn das Problem haben die Gegner in der Champions League ja genauso. Teams wie Pro Recco gewinnen die meisten Spiele in ihrer Liga auch mit zehn Toren Vorsprung. Wir müssen einfach weiter daran arbeiten.

So wählen Sie mit!

Telefon: Wenn Sie beispielsweise für Julian Real stimmen wollen, wählen Sie 0137/ 9880822 – und die Endziffer 09. Der Anruf kostet aus dem Festnetz der Telekom 50 Cent. Abweichende Preise können für Mobilfunkteilnehmer gelten.

Citipost: Kupon ausschneiden, pro Kategorie jeweils ein Kreuzchen ma­chen, auf eine Postkarte kleben und un­frankiert in einen der 320 blauen Citipost-Briefkästen werfen. Adressiert an: Neue Presse Hannover, Stiftstraße 2, 30159 Hannover.

Deutsche Post: Kupon auf eine frankierte Postkarte aufkleben und an die NP senden (Adresse oben). Wichtig: Nur Originalkupons aus der NP werden gezählt.

Interview: Stefan Dinse

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