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Empeldes Nils Hanfelder (links) im Duell mit einem Spieler des Ahlhorner SV.

Empeldes Nils Hanfelder (links) im Duell mit einem Spieler des Ahlhorner SV.
© Zwing

Faustball

TuS Empelde geht erneut über die volle Distanz

Lila-Weiße schließen die Regionalliga-Saison beim Heimspieltag mit Sieg und Niederlage ab. Folgt nun die Relegation zur Verbandsliga oder die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga?

Empelde. Wie nahezu jeder Spieltag in dieser Regionalliga-Saison ist auch die Abschlussrunde für den TuS Empelde zu Ende gegangen: Mit einem Sieg und einer Niederlage verließen die Calenberger die kleine Halle im heimischen Sportpark. Und wie gewohnt gaben sich die Lila-Weißen nicht mit Kurzeinsätzen zufrieden. „In unseren beiden Spielen sind wir wieder mal über die volle Distanz gegangen. Unsere Jungs im Angriff sollten so langsam mal daran denken, dass in der Abwehr auch ein paar Ältere mitmachen, und die Spiele nicht so ausufern lassen“, sagte der 40-jährige Abwehr-Routinier Tobias Beckmann mit einem Augenzwinkern.

Gegen die stark eingeschätzte Bundesliga-Reserve des TV Brettorf um den wuchtigen Angreifer Jens von Seggern hatte der TuS zum Auftakt nur knapp das Nachsehen. 2:3 (11:6, 7:11, 4:11, 12:10, 9:11) hieß es nach 90 umkämpften Minuten. Besser lief es in der Folge in einem ähnlich lange andauernden Match gegen den Ahlhorner SV. „Da liegen wir ganz schnell deutlich hinten, kämpfen uns dann aber tapfer zurück und drehen das Ding – ein typisches Spiel von uns“, berichtete Beckmann. Kurios: Bei dem 3:2 (5:11, 7:11, 11:9, 12:10, 11:9) erzielten die Empelder weniger Punkte als der Gegner (46:50), gingen aber dennoch als Sieger vom Feld. Ebenso ungewöhnlich ist der Fakt, dass die Lila-Weißen die Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz von 14:14 Punkten und 30:30 Sätzen beenden. Einzig das Ballverhältnis ist mit 556:567 minimal im negativen Bereich.

Und es geht noch kurioser weiter: Als Sechstem der Abschlusstabelle könnte dem TuS theoretisch noch ein Abrutschen in die Relegation zur Verbandsliga drohen. Weil aber auf der anderen Seite nur wenige Teams Interesse an einem Aufstieg in die 2. Bundesliga haben, griffen die Empelder zu. „Wir haben vorsichtshalber für die Aufstiegsspiele am 25. Februar in Solingen gemeldet. Wenn keiner will, machen wir es halt. Und vielleicht gibt es am Ende nochmal richtig Grund zum Feiern“, sagt TuS-Angreifer André Eisengarten. Das wäre das i-Tüpfelchen auf eine wahrlich ungewöhnliche Hallen-Spielzeit.

Von Jan Beckmann


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