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Sport-Regional Tränen-Abstieg für 78-Damen
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18:59 25.02.2018
Dieser Abstieg tut weg: 78-Spielerin Marleen Hartmann (rechts) weint nach dem Remis gegen Kiel, Mitspielerin Rebecca Klahn tröstet. Das 2:2 war zu wenig für den Klassenerhalt. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Bis zur Ankunft im Clubhaus an der Graft wollten die Hockey-Männer des DHC Hannover nicht warten. Die Aufstiegsfeier begann schon auf der Rückfahrt aus Braunschweig. „Wir mussten an der Raststätte Lehrte schon Getränke nachkaufen“, verrät Trainer Mike Wiebe. Im Clubhaus ging es weiter bis zum Morgengrauen für den Bald-Zweitligisten.

Zuvor hatte es beim Braunschweiger THC den alles entscheidenden 6:5-Sieg am finalen Regionalliga-Spieltag gegeben. Weniger hätte auch nicht gereicht. Bei einem Remis hätten die Braunschweiger den Aufstieg gefeiert – und genau danach sah es lange aus. Nach der Pause war der BTHC auf 5:3 davongezogen, und dann verursachte DHC-Keeper Ben Bodnariuk auch noch einen Siebenmeter. „Drei Tore Rückstand, das wäre das Aus gewesen“, urteilt Wiebe. Doch Bodnariuk machte seinen Fehler wieder gut und hielt. Direkt im Gegenzug sorgte Lukas Wehrmann für den 4:5-Anchluss. Der DHC war wieder im Rennen. Erst Recht, als Jan Eidenschink viereinhalb Minuten vor dem Ende den Ausgleich schoss.

„Wir waren die bessere Mannschaft – und weil ich schon frühzeitig durchgewechselt hatte, hatten wir auch noch Luft. Das war beim BTHC anders“, sagt Wiebe. Das zahlte sich aus – in der allerletzten Minute. Clemens Metz umkurvte die ganze Braunschweiger Abwehr, zog ab und traf. Nur noch wenige Sekunden hatte der DHC danach zu überstehen. Dann begann die feuchtfröhliche Feier.

Feuchte Augen gab es auch bei Hannover 78 – aber es waren keine Freudentränen. Denn die flossen 20 Meter weiter. Im letzten Regionalliga-Spiel kamen die 78-Frauen im Kellerduell nur zu einem 2:2 gegen den Kieler HTC. Damit schafften die Gäste aus Kiel den Klassenerhalt und schickten 78 in die Oberliga. Nur bei einem 78-Sieg wäre es umgekehrt gewesen.

Dabei waren die 78erinnen so dicht dran an der Rettung. Nach dem ersten Kieler Tor schossen Rebecca van der Meer und Janina Lankowski 78 mit 2:1 in Führung. Das hätte gereicht. Doch bei einem der wenigen Kieler Konter war Torfrau Imme Neumann die Sicht versperrt. Das 2:2 war die Folge. Da waren zwar noch 20 Minuten Zeit, doch 78 konnte vier Ecken und einen Siebenmeter von Janique Bohrmann nicht verwerten. „Das ist schon die ganze Saison unser Problem gewesen. Wir sind zu ineffektiv“, klagt Trainer Magnus Meyer-Tauffmann. Ein schwerer Schlag für sein Team, doch es gibt schon neue Ziele. „Nun haben wir ein paar Wochen Pause. Dann muss das Ziel sein, zumindest in der Feld-Saison die Regionalliga zu halten“, betont Meyer-Tauffmann.

Liga-Rivale DHC Hannover verlor deutlich mit 2:7 bei Spitzenreiter Bremer HC, doch die Pleite war bedeutungslos. Bremens Aufstieg stand schon vor dem Spiel fest, der dritte Rang des DHC ebenso.

Von Matthias Abromeit

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