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Sport-Regional Sanna bringt die Sonne mit
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18:54 17.05.2018
Jockey Mirko Sanna flitzt im Vormittagstraining mit der zweijährigen Stute Contessa über die Sandbahn der Bult. Quelle: Petrow
Langenhagen

Die Verständigung klappt schon ganz gut, zur Not mit Händen und Füßen. „One step forward“, sagt Bult-Trainer Hans-Jürgen Gröschel zu seinem neuen Jockey Mirko Sanna, der Stute Contessa nach getaner Arbeit einen Schritt vor bewegen soll. Damit Gröschel den Vierbeiner mit dem Gartenschlauch abspritzen kann.

Seit Anfang Mai ist Sanna im Stall von Gröschel im Galopptrainingszentrum auf der Neuen Bult – und fühlt sich schon ganz wohl. „Ich mag es hier. Und das Gelände ist top“, sagt Sanna. Eigentlich sollte er schon im März anfangen, der Italiener verletzte sich allerdings bei einem Reitunfall am rechten Bein, als sein Pferd über einen Zaun springen wollte. Täglich schickte er seinem neuen Chef Gröschel ein Bild vom verletzten Bein mit dem Hinweis „Bald bin ich fit“.

Gröschel, der immer wieder Pech mit Jockeys hatte, war dringend auf der Suche nach einem zusätzlichen Reiter gewesen. Ein Agent bot ihm Sanna an. Er musste nicht lange überlegen. Erstens „ist die Jockey-Decke in Deutschland ganz dünn“, zweitens kann Gröschel die Erfahrung Sannas tatsächlich gebrauchen. Der 34-Jährige ist weitgereist, er arbeitete schon in Kanada, Südkorea, Malaysia, Australien und zu­letzt sechs Monate in Miami in den USA. Gröschel kennt „ihn seit Jahren, in Italien hat er schon Rennen gegen mich bestritten“.

Jetzt reitet Sanna für Gröschel, darf sich aber auch für andere Trainer in den Rennsattel schwingen. Er ist kein Stall-Jockey, aber fest angestellt bei Gröschel, der seinem neuen Mann am Wo­chenende Gelegenheit bietet, sich zu beweisen. Zunächst in Hoppegarten, dann am Pfingstmontag beim Heimspiel auf der Bult (ab 13.30 Uhr). Sanna sitzt auf Beau Reve, American Five und aussichtsreich auf der Stute Be Sweet in einem Ausgleich-II-Rennen.

Für den Italiener ist das auch die Möglichkeit, sich in den Fokus anderer Trainer und Besitzer zu reiten, um noch mehr Rennaufträge zu bekommen. In seiner Heimat braucht er es zurzeit gar nicht erst zu probieren. Jenseits der Alpen ist schon länger kein Geld zu verdienen. „Italien ist gerade der schlechteste Ort für uns Jo­ckeys“, sagt Sanna, der lieber um die Welt tingelt.

Mehr als 600 Siege hat er schon ge­sammelt. In Hannover sollen einige dazukommen. Wenn er es schafft, sich hier zu etablieren, kann sich der gebürtige Sarde vorstellen, endlich auch mal länger zu verweilen. Allerdings schwärmt Sanna noch immer von Miami, „da hat es mir bis jetzt am besten gefallen“. Logisch bei so viel Strand und Sonne.

Ob die Sonne für Sanna auch auf der Bult scheint? Gröschel schätzt den „sehr aufgeschlossenen, freundlichen Typen“. Auf seinen Top-Galopper Iquitos darf er freilich noch nicht. „Er soll sich langsam hocharbeiten“, erklärt der Altmeister. Sanna jedenfalls ist heiß: „Ich freue mich schon auf meine ersten Einsätze auf der Bult!“

Von Simon Lange

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