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Sport-Regional Nie wieder Eishockey in Langenhagen
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19:09 09.08.2017
Hat es sich ausgejubelt?: Die Lady Scorpions sind fortan von der Stadt Langenhagen abhängig. Quelle: Plümer
Langenhagen

Die Ladys hatten gekämpft wie die Löwen. Sehr sauer sei sie, sagt Spielführerin Jasmin Schebitz, enttäuscht natürlich auch. „Jeder ist fassungslos, jeder steht aber trotzdem hinter der Sache und will weiter kämpfen.“ Das dürfte allerdings ein schwieriges Unterfangen werden, allein die sogleich ins Leben gerufene Petition im Internet (openpetition.de/petition/online/erhaltet-die-eishalle-in-langenhagen) dürfte nicht ausreichen, um die Stadt Langenhagen als Eigentümer davon zu überzeugen, der Eishalle eine Zukunft zu geben. Derzeit werden keine Eiszeiten vergeben, für die nächste Ratssitzung am 21. August gab es bis Mittwoch nicht einmal eine Tagesordnung. Im Raum steht sogar, dass die Halle gar nicht mehr öffnen wird.

Aufgrund der ungeklärten Zukunft hatten sich die Langenhagenerinnen frühzeitig nach Alternativen umgeschaut, Nicht etwa in Hannover oder Mellendorf, sondern in Bremen. Die Weserstars waren bereit, Nachwuchsspiele zu verlegen, um für die Scorpions Eiszeiten für die zwölf Doppelspiel-Wochenenden der Bundesliga zu schaffen. „Am 2. August ist uns vom DEB mitgeteilt worden, dass dies aufgrund der Statuten nicht gehen würde. Zudem habe sich mehr als ein Verein dagegen ausgesprochen. Am 7. August sind wir aufgrund der unsicheren Zukunft der Eishalle dann ausgeschlossen worden“, berichtet Ladys-Sprecher Christian Schirmer. Auch wenn am selben Tag die Spielpläne für die verbliebenen sieben Teams verschickt worden sind, haben die Scorpions nun zwei Wochen Zeit, um Einspruch einzulegen. „Wenn unser Stammverein SC Langenhagen das mitträgt, beabsichtigen wir das auch“, sagt Schirmer. Und wenn das Sportgericht abermals den Daumen senkt? „Dann war es das wahrscheinlich. Wir können nicht in Langenhagen spielen, in Bremen dürfen wir nicht, dann würde es wahrscheinlich einen Bundesligisten weniger geben.“

Nicht nur die Lady Scorpions hängen in der Luft, insgesamt sind rund 90 Eissportler betroffen. In der Spielgemeinschaft mit dem ESC Wedemark sollte jeweils ein Männerteam in der Regional- und der Landesliga an den Start gehen. Hinzu kommen zwei Nachwuchsmannschaften, Landesligist Celler Oilers, die Hobby-Truppe Langenhagen Razorbacks sowie die Ice Lions Langenhagen. Die Sledge-Eishockey-Riege will sich demnächst im Paralympischen Stützpunkt in der Eishalle auf das letzte Quali-Turnier Anfang Oktober vorbereiten. Im schwedischen Östersund geht es für das Nationalteam dann um die letzten drei Tickets für die Paralympischen Spiele 2018.

Von Christoph Hage

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