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Sport-Regional Hannovers Top-Turner Andreas Toba reißt sich den Meniskus
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16:13 16.02.2018
Auf dem Pferd: Andreas Toba beim Feuerwerk der Turnkunst in der hannoverschen Tui-Arena.  Quelle: Lobback
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Hannover

Es schien endlich alles wieder gut zu gehen bei Hannovers „Hero de Janeiro“ An­dreas Toba (27), die lange Leidenszeit des Top-Turners vorbei nach seinem Kreuzbandriss bei Olympia und den Komplikationen danach. Er trainierte wieder voll für die nächsten internationalen Aufgaben. Doch im Trainingslager mit dem Nationalteam in Südkorea gab’s jetzt den nächsten Rückschlag, den nächsten Knie-Schock für Toba. Aber es ist Glück im Unglück: Es ist „nur“ ein Riss im Meniskus des vorher heilen linken Knies.

„Das waren so krasse Schmerzen, da war das in Rio nichts dagegen“, erzählt Toba. Der erste Gedanke: nicht ganz jugendfrei. Die erste Vermutung: „Dass das was richtig Schlimmes ist, so wie das wehtut. Da gehen dir zig Sachen durch den Kopf.“ Es war wieder am Boden passiert. Wie bei seiner verhängnisvollen Landung bei den Olympischen Spielen in Rio, als er sich das Kreuzband rechts riss und anschließend unter Schmerzen für das Team und den Finaleinzug einfach weiterturnte.

Diesmal war es nur ein Training, auf einem Lehrgang der Nationalmannschaft in Südkorea. „Es lief alles ganz normal. Ich bin dann einen Vorwärtssalto gestreckt gesprungen mit einem Doppelsalto direkt hinterher. Das war ziemlich gut, zu gut“, sagt Toba. Denn er öffnete den Sprung zu früh: „Ich bin in Rücklage geraten und schon mit gestrecktem Bein gelandet.“ Der Schmerz fuhr in sein linkes Knie. Das heilere seiner beiden, und zum Glück nicht das Knie, das er sich bei Olympia schwer verletzt hatte. Trotzdem: „Das war ein ganz ekliger Schmerz, der nicht aufgehört hat. Ich habe dreimal versucht aufzustehen, und ich bin dreimal wieder umgefallen.“ Nach den ersten Untersuchungen gab es allerdings Entwarnung. Es ist „nur“ ein Meniskusschaden. Toba: „Das hätte um einiges schlimmer sein können. Zum Glück sind die Bänder okay! Die Frage ist, ob der Meniskus operiert werden muss. Das steht noch nicht fest.“ Kommt drauf an, wie er sich fühlt und wie schnell die Schmerzen nachlassen. „Ich muss mal schauen, wie es wird. Das Knie wurde ja schon operiert, und ein Stück Meniskus ist schon raus. So viel ist da ja nicht übrig“, sagt Toba.

Er nimmt die neue Verletzung leicht, so leicht es eben geht. Was soll er auch anderes tun nach dem nächsten Rückschlag. „Ich war auf allen Geräten wieder einsetzbar. Auch am Boden war ich schon wieder recht weit“, betont der sympathische Top-Turner: „Immer wenn ich fit bin, kassiere ich. Aber ich bleibe positiv!“ Trotz der nächsten Zwangspause: „Das Knie ist noch dick, ich humpele, und es tut weh, wenn ich es belaste“, sagt er, „aber so weit ist alles okay. Ich muss mich eben ein bisschen schonen.“ Seine Ziele lässt der deutsche Mehrkampfmeister deswegen aber keine Sekunde aus den Augen. Im August steht die EM in Glasgow an. Und Toba ist sich sicher: „Bis dahin bin ich wieder fit, das kriege ich hin!“

Von Jonas Szemkus

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