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Sport-Regional Justus Nieschlag hat Abu Dhabi gut verkraftet
Sportbuzzer Sport-Regional Justus Nieschlag hat Abu Dhabi gut verkraftet
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16:56 06.03.2018
Hart im Nehmen: Triathlet Justus Nieschlag (vorn) musste in Abu Dhabi viel einstecken. Beim nächsten Rennen Ende April will er wieder angreifen. Quelle: dpa
Triathlon

Regen in der Wüste – was die Einheimischen in dieser Region herbeisehnen, können Triathleten bei ihren Rennen nun überhaupt nicht gebrauchen. So erwischte es beim WTS-Rennen im Regen in Abu Dhabi mehr als jeden zweiten Starter. Auch der Lehrter Justus Nieschlag war nicht ohne Sturz davon gekommen. Vom zwischenzeitlichen Duell um Platz eins mit dem späteren Sieger Henry Schoeman aus Südafrika blieb nach einem Sturz im Tunnel auf dem Formel-1-Kurs und zu vielen Sekunden die verstrichen, um die Kette wieder auf die Zahnräder zu bekommen, am Ende nur Rang 15.

Doch der Lehrter hat verkorkste Rennen mental schnell weggesteckt. „Die Enttäuschung war relativ schnell verarbeitet. Klar ist es ärgerlich, es wäre sicher mehr drin gewesen. Aber ich habe gesehen, dass ich vorne mitspielen kann, und dass das Training in die richtige Richtung geht“, zog er viel Positives aus dem Sturz-Rennen. „Die Saison ist noch lang und Platz 15 ist für den Einstieg solide.“ Dass Nieschlag nicht aufgab, sondern auch angeschlagen ins Ziel kam, hatte beachtliche Auswirkungen auf die Weltrangliste. Im nun veröffentlichen aktuellen Ranking kletterte Nieschlag durch die Punkte für seinen 15. Platz um zwölf Positionen auf Position 32.

Prellungen und Muskelkater machen Nieschlag zu schaffen

Noch etwas dauern wird es, das Malheur von Abu Dhabi auch körperlich wegzustecken. „Leider ist es so, dass es einem erst mehrere Tage nach einem Sturz schlechter geht. Die Prellungen und der Muskelkater kommen halt erst dann richtig zur Geltung“, sagte Nieschlag. Sein Glück war, dass beim Rennen ein heimischer Physiotherapeut vor Ort war. „Nach so einem Sturz ist einfach alles ein wenig schief. Auch nach dem langen Flug hat er mich noch einmal gerade gestellt, so dass ich schmerzfrei laufen konnte“, berichtet Nieschlag.

Nach der Rückkehr nach Deutschland testete der Lehrter alle Knochen und Muskeln auf dem Laufband. „Es funktioniert noch alles“, so der knappe Kommentar. Auch die Schürfwunden an Hüfte und Unterarm behindern ihn nur wenig. „Ich hatte Glück, es sind nur kleine Stellen. Und ich kann auch nachts schlafen, ohne dass das Bett in meinen Wunden kleben bleibt“, sagt der Triathlet mit einem Schmunzeln.

Der Rahmen ist hin: 3700 Euro in den Sand gesetzt

Bleibt noch der finanzielle Schaden. Beim Sturz war der Carbonrahmen seiner Rennmaschine gebrochen. „Ich war ja froh sein, dass ich das Rennen noch beenden konnte“, betont Nieschlag. Doch für die weitere Verwendung taugt der Rahmen nicht mehr. „Der Rahmen kostet schlappe 3700 Euro – wohlgemerkt nur der Rahmen, kein komplettes Rennrad“, sagt Nieschlag. Da kann er nur froh sein, dass er mit Specialized einen starken Radsponsor an seiner Seite hat. „Da ist vertraglich abgesichert, dass ich in solchen Fällen schnellstmöglich Ersatz erhalte.“

Den braucht Nieschlag beim nächsten Einsatz aber noch nicht. Am 17. März steht in Saarbrücken der Pflicht-Leistungstest des deutschen Verbandes an. 800 Meter Schwimmen und fünf Kilometer Laufen. Und gleich danach geht es für zwei Wochen mit dem niedersächsischen Landeskader ins Trainingslager nach Mallorca. Der nächste Wettkampf steigt dann am 28. April – beim WTS-Rennen in Bermuda. Dann hoffentlich ohne Sturz und mit einer besseren Platzierung.

Von Matthias Abromeit

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