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Zurück auf der Platte: Maurice Herbold (am Ball) hat seine Rückenverletzung überwunden.

Zurück auf der Platte: Maurice Herbold (am Ball) hat seine Rückenverletzung überwunden.
© Petrow

Handball

Es kann nur besser werden in Burgwedel

Schlusslicht Handball Hannover-Burgwedel startet am Sonnabend in eigener Halle gegen den DHK Flensborg in die zweite Jahreshälfte – ohne neues Personal, dafür mit Maurice Herbold.

Handball. Andernorts ist die Tabelle ein gern gesehener Blickfang, auf der Ramhorst haben sie in der fünfwöchigen Weihnachtspause versucht, jeden Blick auf das Tableau der 3. Liga Nord tunlichst zu vermeiden. Seit dem 11. November steht Handball Hannover-Burgwedel auf dem letzten Platz. Die Bilanz der ersten 14 Spiele liest sich wie die eines Absteigers. Wie hat das Team von Trainer Jürgen Bätjer die handballlose Zeit genutzt? Am morgigen Sonnabend (19 Uhr) wird es in eigener Halle gegen den DHK Flensborg die ersten Antworten geben.

Nur ein Sieg, am 5. Spieltag bei der HG Hamburg-Barmbek (30:23), dafür vier Unentschieden, unter anderem im ersten Aufeinandertreffen mit dem Dansk Håndbold Klub, sowie vier Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied – viele Erfolgserlebnisse hat es in der Hinrunde für den HHB nicht gegeben. Jürgen Bätjer ist nicht zuletzt das 30:30 zum Auftakt in Flensburg in Erinnerung geblieben. „Das war ein geklautes Unentschieden“, sagt Burgwedels Trainer. „Die letzte Szene des Spiels, bei der es Freiwurf statt Siebenmeter und Rot gegeben hatte, war wohl in einigen Schiedsrichter-Lehrgängen Thema.“ Fazit? „Das war eine krasse Fehlentscheidung.“

Es ging also schon einmal gut los für das Schlusslicht. Was macht Mut für die Rückrunde? „Mut macht, dass Maurice Herbold die Abwehr nach seiner Rückkehr auf ein neues Niveau hebt. Das ist durch seine Körperlichkeit und sein taktisches Verständnis ein Quantensprung“, sagt Bätjer. Der nicht zuletzt in den Testspielen in Baunatal (27:27), in Springe (29:25) und vorgestern daheim gegen die niedersächsische Polizei-Auswahl (28:26) sichtbar geworden ist. „Dass wir in Springe gewonnen haben, ist Beleg dafür, dass wir offenbar nicht allzu viel falsch machen können“, sagt Bätjer.

Mut mache zudem, dass das rettende Ufer weiterhin in Schlagdistanz sei. „Wir sind nur zwei Punkte weg“, sagt Burgwedels Trainer. Dass von den 14 ausstehenden Begegnungen nach Bätjers Rechnung mindestens sieben Partien gewonnen werden müssen, gleicht dennoch einer Mammutaufgabe. Neues Personal wird es nach der Trennung von Marcel Otto dafür nicht geben. Die beiden Kandidaten, die der HHB in der Vorbereitung getestet hat, werden nicht kommen. „Das war beides nicht so, als wenn man sich dafür in Schieflage bringen würde“, sagt Bätjer.

Gegen den DHK werden zudem Artjom Antonevitch (rotgesperrt), Sven Fischer (Grippe) und Timo Paternoga (Atemwegsprobleme) fehlen. Dennoch: „Flensburg und Braunschweig sind zumindest vom Papier her leichtere Aufgaben als die nächsten beiden Spiele gegen Hamburg und Altenholz. Von daher ist es wichtig, dass wir gleich in die Spur finden“, sagt Bätjer. Damit man auch in Burgwedel bald wieder gern auf die Tabelle schauen kann.

Von Christoph Hage


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