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Der BSK Hannover-Seelze startet mit einem Auswärtskampf in die 1. Bundesliga Nord.

Der BSK Hannover-Seelze startet mit einem Auswärtskampf in die 1. Bundesliga Nord.
© Petrow

Boxen

Erster Schlagabtausch steht an

Bundesligist BSK Hannover-Seelze ist kampfbereit. Die erste Aufgabe bei Traktor Schwerin ist keine leichte – Trainer und BSK-Vorsitzender Arthur Mattheis hofft, nicht mit leeren Fäusten heimzukehren.

Boxen. Die Hamburg Giants setzen auf Russen, der UBV Schwedt auf Polen, Traktor Schwerin hat Rumänen verpflichtet, Hertha BSC sicherte sich unter anderem die Dienste des früheren Seelzer Publikumslieblings Abbas Baraou. Und der BSK Hannover-Seelze, fünfter Verein in der 1. Bundesliga Nord? Arthur Mattheis, Vorsitzender und Coach, hat sich für Ukrainer entschieden: „Ich habe sie sehr genau beobachtet, sie sind physisch überaus stabil. Und mein Kontakt zum ukrainischen Nationaltrainer ist sehr gut.“ Am Sonnabend um 18.45 Uhr starten die Seelzer in die Saison, es geht zum BC Traktor Schwerin.

„Wenn wir da gewinnen können oder ein Unentschieden erreichen, wäre es eine große Sache“, betont Mattheis. Er sieht die Schweriner als einen Anwärter auf Rang eins in der Nordstaffel, schiebt aber schnell hinterher: „Wenn sich keiner verletzt, können auch wir Meister werden.“

Der Erstplatzierte kämpft am 21. und 28. mit dem besten Team der Südstaffel (Favorit ist Titelverteidiger Nordhäuser SV, mit dabei sind zudem BC Chemnitz, BC Straubing und die KG Hanau/Darmstadt) um die Meisterschaft. In der vergangenen Saison war der BSK in der Südstaffel angetreten. „Wir sind gefragt worden, ob die Nordstaffel für uns okay ist – ich war einverstanden, obwohl sie die stärkere ist“, berichtet Mattheis.

Aus dem Klitschko-Boxstall

Das Niveau ist generell hoch, alle Vereine haben tüchtig investiert. „Traktor wollte unbedingt in die 1. Liga, es gibt zwei große Sponsoren. Die Schweriner werden gleich ein Wörtchen mitreden“, kommentiert Mattheis. Vier deutsche Kader-Athleten pro Team dürfen im Aufgebot sein – aber nur zwei an einem Abend zum Einsatz kommen. Sechs sogenannte Einflieger aus dem Ausland dürfen zudem auf der 24 Boxer starken Liste einer Mannschaft stehen – drei können pro Vergleich in den Ring steigen (davon zwei Männer und ein U-21-Talent). Das ist kostspielig und für alle Clubs ein Kraftakt, Mattheis stellt jedoch klar: „Wir sind finanziell gesund, der Etat steht.“

In der Klasse bis 60 Kilogramm haben die Seelzer den ukrainischen Europameister Jaroslav Khartsyz aus Charkow für sich gewinnen können. Es gibt aber noch ein namhaftes weiteres Leichtgewicht: Artur Bril vom Colonia 06 Köln ist der wohl eleganteste Boxer des BSK. Wer in Schwerin antritt, mag Mattheis freilich nicht verraten. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass Rückkehrer Raman Sharafa (Nordhäuser SV) im Federgewicht den Abend eröffnen wird. Geboxt wird in acht Gewichtsklassen.

Sehr interessant ist der neue Superschwergewichtler, den Mat­theis einfliegen will: Der Kiewer Alexander Babisch kann sich gute Chancen auf einen Einsatz ausrechnen. „Alex ist ein Hüne, ein echter Hingucker“, so der BSK-Chef, der einst die Klitschko-Brüder nach Deutschland lotste. „Aus dem Stall, wo Wladimir und Vitali gelernt haben, kommt auch Alexander. Was soll ich mehr sagen“, bemerkt Mattheis lachend.

Daheim im Autohaus Kahle

Seine Heimkämpfe bestreitet der BSK Hannover-Seelze nun wieder im Autohaus Kahle. Erster Gegner ist am Sonnabend, 20. Januar, um 19 Uhr der UBV Schwedt. Tickets kosten 15 Euro (ermäßigt 10 Euro), Jugendliche bis 14 Jahre zahlen 5 Euro. Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen und im Autohaus Kahle.

Von Stefan Dinse


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