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Sport-Regional Eine Ewigkeit SV Altenhagen
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17:16 30.05.2018
Martin Emrich (von links), Eric Engelhardt, Andreas Tschöpe, Kolja Abendroth und Helge Rösner halten es miteinander länger aus als so manches Ehepaar. Seit mittlerweile 16 Jahren tritt das Quintett für den SV Altenhagen an die Tische des Bezirks. Unabsteigbar sind sie entgegen ihrem langjährigen Ruf zwar nicht, aber offenbar unzertrennlich. Quelle: Serreck
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Tischtennis

Es gibt eigentlich kaum einen Dienstag, den Andreas Tschöpe (59 Jahre), Eric Engelhardt (53), Helge Rösner (50), Kolja Abendroth (43) und Martin Emrich (42) nicht gemeinsam in der Halle verbringen. Seit mittlerweile nicht weniger als 16 Jahren trainiert das Quintett gemeinsam und geht für die erste Herren der Tischtennissparte des SV Altenhagen auf Punktejagd.

Manch einer hält es nicht einmal mit der Ehefrau so lange aus. Doch bei den Männern des SV Altenhagen ist das anders. „Das sind alles tolle Typen. Es passt einfach super“, sagt Tschöpe, der seit 1992 im Club aus dem Springer Ortsteil mit von der Partie ist. Mit Eric Engelhardt, der drei Jahre später nach Altenhagen gewechselt ist, hat er lange Zeit ein gefürchtetes Doppel gebildet. Anno 2002 kamen Helge Rösner und Martin Emrich vom Nachbarclub TTC Völksen dazu. „Wir sind eigentlich nur als Füllmaterial gekommen“, erinnert sich Rösner mit einer gehörigen Portion Selbstironie und lacht. Spätestens nach der gemeinsamen Mannschaftsfahrt nach Berlin war das Duo aber voll integriert.

Der Beginn einer besonderen Beziehung der fünf Tischtennisspieler. Nicht nur der Sport, auch die gemeinsamen Interessen haben die Truppe im Laufe der Jahre zusammengeschweißt. Bei allem Spaß hat es bislang aber nie an Ernsthaftigkeit gemangelt. „Wir sind noch immer leistungsorientiert“, bekräftigt Tschöpe. Viele Jahre lang war der SV Altenhagen eine feste Größe in der Bezirksoberliga und galt als unabsteigbar. Ein Mythos, der sich darin begründete, dass das Team zwar oft um den Klassenerhalt kämpfen musste, aber immer noch irgendwie den Kopf aus der Schlinge zog – und wenn es in der Relegation sein musste. Einer der größten Erfolge dieser Zeit war vor zehn Jahren der Gewinn des Regionspokals.

2011 kehrte Friedrich Blume, der schon in der Jugend das Altenhagener Trikot getragen hatte, nach Jahren bei Schwalbe Tündern und der TTSG Wennigsen zurück. Selbst als er zwischenzeitlich auf Mallorca arbeitete, verpasste er kein Punktspiel. Auch das spricht für den Zusammenhalt dieses Teams.

An der Tischtennisplatte gaben die Altenhagener immer Vollgas – 2014 gelang ihnen mit dem Aufstieg in die Landesliga der sportliche Höhepunkt. Nach einem Jahr ging es als Tabellenletzter zwar sofort wieder runter, viel Spaß hatte die Saison aber trotzdem gemacht.

Ihre Rolle als Aushängeschild im Springer Tischtennis haben die Altenhagener inzwischen an den FC Bennigsen verloren. Und vor einem Jahr zog man zum ersten Mal gegen Hannover 96 III in einer Relegation den Kürzeren und musste die Bezirksoberliga verlassen. Die Niederlage gegen die ausschließlich jugendlichen Gegner „sehen wir gelassen“, sagt Abendroth, das einzige echte Eigengewächs im Team. Auch er weiß: Mit dem Alter nehmen die Wehwehchen eben zu. So plagte sich Eric Engelhardt während der gesamten abgelaufenen Saison mit Schulterproblemen herum und blieb deshalb weit unter seinen Möglichkeiten. „Das tat uns weh“, betont Abendroth. Auch sonst war der Wurm drin. Mit aller Routine gelang am Ende trotzdem ungefährdet der Klassenerhalt in der Bezirksliga. Da Friedrich Blume, der nur selten wirklich gefordert war, zum MTSV Eschershausen wechselt, wird die neue Saison eine Herausforderung. Doch auch der sieht man gelassen entgegen, denn die große Stärke waren stets die Ausgeglichenheit und der grandiose Teamgeist.

Von Uwe Serreck

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