Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sport-Regional Die Sieger genießen und leiden
Sportbuzzer Sport-Regional Die Sieger genießen und leiden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:46 08.04.2018
Der Sieger: Seboka Negussa Erre läuft souverän durch das Zielband.
Anzeige
Hannover

Das Bild des HAJ-Hannover-Marathons 2018 lieferte Michael Kunyuga. Der Kenianer stolperte kurz vor dem Ziel und konnte sich nicht mehr aufrichten. Aber er krabbelte auf allen vieren über die Ziellinie und rettete damit den zweiten Platz vor seinem Landsmann Duncan Koech.

Der Marathon als Kampf und Leidensweg – es traf am Sonntag nicht nur auf Hobbyläufer, sondern gerade auf die Topathleten zu. Der Pole Henryk Szost lief mit einem total verhärteten und verkrampften linken Oberschenkel sowie schmerzverzerrter Miene als Fünfter ins Ziel. Frauensiegerin Agnes Kiprop hatte „ein schlimmes Bein“, wie sie sagte. „Wir mussten sie bitten durchzuhalten, damit wenigstens die Siegerzeit stimmt“, sagte Athletenmanager Christoph Kopp. Die Afrikanerin erfüllte diesen Anspruch mit 2:32:35 Stunden.

Dass sie trotz der körperlichen Beschwerden 23 Minuten Vorsprung auf die Zweite hatte, zeigte den Aderlass im Frauenfeld. Einige Topläuferinnen waren wegen Krankheit gar nicht gestartet. Und Fate Tola (Hannover Athletics) zollte einem Infekt Tribut, den sie sich auf dem Rückflug aus dem Trainingslager in Äthiopien zugezogen hatte. „Ich hatte unterwegs Husten und musste mich übergeben“, sagte die beste deutsche Marathonläuferin. Nach 17 Kilometern war Tolas Hals zu und ihr Rennen zu Ende. „Schade, wir hatten eine richtig gute Vorbereitung“, sagte Ehemann und Trainer Musa Roba-Kinkal. Und Tola ergänzte: „Bevor ich an den nächsten Wettkampf denke, muss ich erst einmal gesund werden.“

Es gab aber auch Glücksgefühle wie bei Männersieger Seboka Erre (Äthiopien). „Ich habe mich gut gefühlt unterwegs, ich bin noch nie so angefeuert worden“, sagte der 33-Jährige, der in Hannover strahlend den ersten Karrieresieg feierte. Und zum lokalen Helden wurde Karsten Meier auf der Halbmarathonstrecke. Der Kleefelder, der für die LG Braunschweig startet, überholte auf dem letzten halben Kilometer die Konkurrenz und kam als deutscher Meister ins Ziel. „Mit einer Medaille hatte ich schon geliebäugelt“, sagte Meier. Angetrieben haben ihn wie Frauensiegerin Franziska Reng das „sensationelle Publikum“.

Riesig freute sich im Ziel auch Steffen Lang (Hannover Athletics), der als Neunter nach 2:30:51 Stunden im Ziel war. „Das war eine deutliche Bestzeit“, sagte der 35-Jährige. Das Prädikat bester Niedersachse musste er knapp Christian Looschen (BV Garrel) überlassen, der 2:29:18 Stunden lief.

Gemeinsam stark waren die Läufer von TuS Bothfeld in der Marathonstaffel. Timo Görtler, Eric Iglesias, Philipp Fahlenholz und Timo Kuhlmann brauchten 2:24:49 Stunden. „Wir hatten uns ausgerechnet, vorn mitzulaufen“, sagten sie. Und die Siegesfeier? „Mal sehen, was kommt“, hieß es.

Von Carsten Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Handball-Frauen vom Buxtehuder SV haben sich am Samstag trotz einer Buspanne auf dem Weg zu Partie bei der Neckarsulmer SU nicht aus dem Konzept bringen lassen und einen 34:28 (16:14)-Erfolg feiern können.

08.04.2018

Der Äthiopier Seboka Negussa hat den 28. Marathon in Hannover gewonnen. Für die Strecke über 42,195 Meter brauchte der Mitfavorit am Sonntag 2:09:44 Stunden und distanzierte die Konkurrenz damit um mehr als eine halbe Minute. Negussa hatte sich auf den letzten Kilometern abgesetzt und am Ende souverän gewonnen.

08.04.2018

Die Rockets aus Erfurt haben in der Basketball-Bundesliga ihren zweiten Sieg in Serie eingefahren. Am 28. Spieltag gewannen die Thüringer am Samstag bei BG Göttingen mit 88:75 (42:40).

07.04.2018
Anzeige