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Pünktlich um 11 Uhr geht die Startrakete hoch. Die 130 Läufer und ein Hund machen sich in Barsinghausen auf den Weg.

Pünktlich um 11 Uhr geht die Startrakete hoch. Die 130 Läufer und ein Hund machen sich in Barsinghausen auf den Weg.
© Zehrfeld

Leichtathletik

Déjà-vu beim Silvesterlauf in Barsinghausen

Lokalmatador Michael Kendelbacher gewinnt das Rennen am Deister zum vierten Mal in Folge. Auch Wennigserin Sigmundzik triumphiert wie im Vorjahr.

Barsinghausen. Der Barsinghäuser Silvesterlauf hat seine feste Fangemeinde. Bei der 27. Auflage des Rennens am und im Deister kamen größtenteils dieselben Gäste wie in den Jahren zuvor. 130 Teilnehmer waren es 2017 – ein paar weniger als vor Jahresfrist. „Wir haben unseren festen Stamm. Einige sind wohl wegen des Wetters ferngeblieben. Aber auch ein paar Neulinge hatten wir bei unserem Lauf“, sagte Organisator Siegfried Lehmann vom TSV Barsinghausen.

Ein Neuling war Michael Kendelbacher wahrlich nicht. In den drei Vorjahren hatte er das Rennen an seinem Wohnort gewonnen. Auch vorgestern ging er bei Nieselregen und herbstlichen 11 Grad Celsius als klarer Favorit an den Start, als Bürgermeister Marc Lahmann das Feld mit der obligatorischen Silvesterrakete auf den Weg schickte. Die Hoffnung der Konkurrenz, dass Kendelbacher bei der schwierigen 9,25-Kilometer-Strecke mit den Anstiegen bis auf den Bierweg einmal schwächeln wurde, starb schon kurz nach dem Start am Rewe-Sportpark. Kendelbacher setzte sich sofort ab und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen. Nach 34:28 Minuten kam er wieder im Ziel an. „So schnell war ich hier noch nie“, sagte der Sieger nach getaner Arbeit. Sein Ausdauer-Programm für die Frühjahrsmarathons hatte Früchte getragen: 53 Sekunden war er schneller als vor Jahresfrist.

„Ich konnte ihn nur auf den langen Geraden noch sehen“, gab Verfolger Andreas Kramer vom TSV Barsinghausen zu. Doch spätestens als es nach dem Anstieg an der Bärenhöhle in die höheren Deisterregionen ging, war Kendelbacher gänzlich allein – doch das galt auch für Kramer. Er holte seinen zweiten Platz in 36:54 Minuten und war froh, dass Clemens Walther (TSV Barsinghausen/37:36) schon abgefallen war. „Das Bergab-Laufen ist mit müden Muskeln schon nicht so einfach. Spurten kann man dann gar nicht mehr“, erklärte Kramer.

Keine Veränderung gab es auch auf dem Siegerpodest der Frauen. Dort stand wie vor einem Jahr Janin Sigmundzik aus Wennigsen. Nur die Zeit war eine gänzlich andere: In 39:24 Minuten war sie diesmal um 4:43 Minuten schneller. Ina Wildhagen (TSV Barsinghausen/48:22) und Steffi Hoffmann (Elan Barsinghausen/48:45) waren gegen die Siegerin machtlos und kämpften um Silber und Bronze.

Ganz starke Schülerleistungen

Zum dritten Mal stand der flachere 5,8-Kilometer-Lauf auf dem Plan. Der Kirchdorfer Schüler Bjarne Bernstein entthronte in 25:33 Minuten Vorjahressieger Lukas Schendel (Barsinghausen). Der kam nach 26:14 Minuten zeitgleich mit Till Kessler (Basche United) im Ziel an. In der Frauen-Wertung siegte Schülerin Vianne Kranich (SG Bredenbeck/29:18) vor Bjarnes Mutter Janna Bernstein (TSV Kirchdorf/29:54) sowie Vorjahressiegerin Julia Möller (Victoria Linden/31:16).

Für den spannendsten Zielspurt sorgten allerdings die Renner der Schüler-Kategorie. Vincent Fürst (Basche United) und Lisa Hoffmann (TSV Kirchdorf) schenkten sich auf den letzten Metern des 2,4-Kilometer-Rennens nichts. Vincent behielt knapp die Oberhand und gewann nach 11:13 Minuten. Doch die Schmach, hinter dem ersten Mädchen zu liegen, blieb ihm nur knapp erspart, denn Lisa lag nur eine Sekunde zurück – Sieger wurden aber beide. Vivien Teuscher (SG Bredenbeck/14:01) und Lenna Tesmer (TSV Barsinghausen/17:45) sowie Roque Führing (Detmold/11:24) und Paul Schmidt (Basche United/12:00) landeten auf den Plätzen.

Von Matthias Abromeit


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