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Für Routinier Pavel Jakunin ist beim Heimspiel das Viertelfinale die Endstation.

Für Routinier Pavel Jakunin ist beim Heimspiel das Viertelfinale die Endstation.
© Michelmann

Tennis

Das Duell zwischen Jakunin und Kostin ist ein absoluter Höhepunkt

Die 29. Auflage des Möbel-Hesse-Impulspokals der SV Arnum bietet alles, was das Tennisherz begehrt. Für die Lokalmatadoren ist allerdings spätestens im Halbfinale Schluss.

Arnum. Weit mehr als 1500 Zuschauer an den vier Turniertagen haben beim 29. Möbel-Hesse-Impulspokal der SV Arnum für einen neuen Rekord abseits der Courts gesorgt. Und die Akteure revanchierten sich bei ihnen mit jeder Menge Leidenschaft und Partien auf hohem Niveau. „Es war von der Stimmung, vom Ablauf, von den Spielen über die Organisation bis hin zum perfekten Tenniswetter einfach alles bestens“, freute sich Martin Teschner, stellvertretender Abteilungsleiter der Sportlichen Vereinigung. „Dazu der Zuschauerrekord und ein zufriedener Hauptsponsor, der uns fürs nächste Jahr schon seine Zusage gegeben hat.“

Und es gab würdige Sieger. Bei den Männern triumphierte George von Massow (TC RW Wahlstedt). Im Finale spielte der Nummer 47 der deutschen Rangliste beim 6:3, 6:2 gegen Karlo Cubelic (TC GW Paderborn) seine Erfahrung als langjähriger ATP-Akteur aus. In der Runde zuvor hatte der 27-Jährige, der seine Aufschläge angesichts von fast zwei Metern Körpergröße krachend aus der ersten Etage servierte, allerdings so seine Mühe. Der Hemminger Viktor Kostin, der mittlerweile für den Club zur Vahr aufschlägt, leistete ihm beim 6:4, 3:6, 2:10 erbitterten Widerstand.

Ein absoluter Höhepunkt dieser Konkurrenz war das Viertelfinale zwischen Kostin und Arnums Cheftrainer Pavel Jakunin, das dieser mit 2:6, 6:3, 4:10 verlor. „Die gute Besetzung dieses Feldes hatte mich gereizt, nicht in der Altersklasse zu starten, obwohl ich so mit meinen 40 Jahren der älteste Teilnehmer war“, sagte Jakunin. Nachdem er sich noch einmal zurückgekämpft hatte, hatte der gebürtige Weißrusse im Matchtiebreak dem Powertennis seines 21-jährigen Gegenübers aber kaum mehr etwas entgegenzusetzen. „Ich war trotzdem sehr zufrieden. Und es ist immer etwas Besonderes, vor den heimischen Fans zu spielen, die sich gerade in dieser Begegnung als überaus fair erwiesen haben“, resümierte Jakunin.

Ebenso wie von Massow strich Laura Bente 1200 Euro Prämie ein – die Spielerin des DTV Hannover behauptete sich im sehenswerten Endspiel der Frauen mit 6:3, 7:5 gegen die Barsinghäuserin Sabrina Baumgarten, die für den Bielefelder TTC aufschlägt. „Diese Partie war auch deshalb so interessant, weil beide Schülerinnen der KGS Hemmingen waren“, berichtete Pressesprecher Jan Dingeldey.

Alles andere als rund lief es hingegen für die Nummer eins der Setzliste: Die ehemalige Arnumerin Angelina Wirges, Nummer 73 der nationalen Rangliste, musste völlig unerwartet bereits nach dem Achtelfinale gegen Jonna Schröder vom Club zur Vahr (6:7, 6:4, 1:10 ) die Segel streichen. „Angelina steckt vom Kopf her in einer kleinen Krise. Dabei hatte sie im ersten Satz schon mit 5:2 in Führung gelegen“, konstatierte Catherine Wirges, die Mutter der Linkshänderin. Die 14-Jährige, die für den DTV Hannover spielt, bewies aber ein professionelles Verhalten und marschierte durch die Spiele der Nebenrunde, in deren Finale sie Lea Störmer von der TuS Wettbergen mit 6:0, 6:0 abservierte.

Bei den Männern 30 kam, sah und siegte abermals Publikumsliebling Marc Leimbach (Ratinger TC Grün-Weiss). Im Endspiel war Lokalmatador Bernhard Hermann beim 1:6, 1:6 gegen den Linkshänder machtlos.

Den Sieg bei den Männern 40 sicherte sich Stefan Kruse (TV RW Ronnenberg), bei den Männern 50 triumphierte Dieter Heitmann (TTC Verl), und bei den Frauen 40 war Katja Schumann-Lehr vom TC Sassenburg von keiner ihrer Kontrahentinnen aufzuhalten.

Von Martina Emmert


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