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Sport-Regional Bassilaschwili gewinnt Hamburger Tennisturnier
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17:50 29.07.2018
Nikolos Bassilaschwili ballt die Faust während eines Spiels beim Turnier in Hamburg. Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv
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Hamburg

Außenseiter Nikolos Bassilaschwili hat seine Siegesserie beim Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum mit dem größten Erfolg seiner Karriere gekrönt. In einem hochklassigen Endspiel behielt der Qualifikant am Sonntag unerwartet 6:4, 0:6, 7:5 gegen den zweimaligen Hamburg-Gewinner Leonardo Mayer aus Argentinien die Oberhand und holte als erster Georgier überhaupt einen Titel auf der ATP-Tour. Und das gelang auf spektakuläre Art: Zum Auftakt hatte Bassilaschwili den Ausburger Philipp Kohlschreiber und im Halbfinale den Chilenen Nicolas Jarry besiegt, der zuvor Turnierfavorit Dominic Thiem aus Österreich eliminiert hatte. Im Finale wurde dann auch noch der Titelverteidiger zum Opfer des Überraschungs-Gewinners.

"Es ist einfach unglaublich. Dieser Sieg gibt mir sehr viel Motivation und Zuversicht für die Zukunft", sagte der Georgier. Dagegen verpasste Mayer beim Abschied von Michael Stich als Turnierchef seinen dritten Rothenbaum-Titel nach 2014 und 2017. Im Doppel behielten Julio Peralta/Horacio Zeballos (Chile/Argentinien) die Oberhand gegen Oliver Marach/Mate Pavic (Österreich/Kroatien).

Bei Sonnenschein und Temperaturen um 29 Grad fand sich Bassilaschwili im Finale der 1,75-Millionen-Euro-Sandplatzveranstaltung zunächst besser zurecht. Ein Break reichte dem Weltranglisten-81., um Satz eins zu entscheiden. Das Ganze dauerte 49 Minuten. Den zweiten Satz kontrollierte Mayer total und glich in nur 20 Minuten aus. Der entscheidende Durchgang war dann wieder umkämpft, Bassilaschwili durfte nach 2:12 Stunden jubeln.

Zuvor hatte Stich mit Stolz, aber auch Wehmut auf seine Tätigkeit als Turnierchef zurückgeschaut. "Ich glaube, wir haben in den zehn Jahren einen sehr guten Job gemacht. Wenn wir die Ausrichtung damals nicht übernommen hätten, würde es das Turnier heute vielleicht gar nicht mehr geben", sagte der Wimbledonsieger von 1991 der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben damals ein Turnier übernommen, das nicht wirtschaftlich war, das nicht funktioniert hat und kurz davor war, ins Ausland verkauft zu werden. Uns war es immer wichtig, die Tradition hier am Rothenbaum zu erhalten", betonte der Hamburger.

"Es war schön, dass ich mein Versprechen halten konnte und mit Roger Federer und Rafael Nadal noch mal zwei Topleute nach Hamburg geholt habe", antwortete Stich auf die Frage nach dem schönsten Moment in zehn Jahren Rothenbaum. Denn gerade das Publikum sei ihm immer sehr wichtig gewesen, sagte Stich auch am Sonntag bei seiner offiziellen Abschluss-Pressekonferenz. "Die Resonanz des Publikums zeigt, dass das Turnier sehr beliebt ist. Ich wünsche den Fans, dass es mit dem Hamburger Turnier weitergeht", sagte der Norddeutsche, auf den 2019 der Österreicher Peter-Michael Reichel als Verantwortlicher folgt.

dpa

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