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NP-Anstoß Rummenigge sieht schwarz für Hannover 96
Sportbuzzer NP-Anstoß Rummenigge sieht schwarz für Hannover 96
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18:16 19.04.2018
Quelle: Petrow
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Hannover

„Der andere Rummenigge kommt Samstag.“ Hannover 96 gegen die Bayern, ein Hit. Aber welche Chance hat 96? Das war der eine Diskussions-Punkt. Der andere: Wie ersetzt 96 den Riesen Salif Sané? „Der beste Kopfballspieler Europas“ sagte 96-Scout Harald Cerny.

„Irgendwo über 20 Millionen Euro wird sich das bei einem Eins-zu-Eins-Ersatz für Sané abspielen“, sagt Cerny voraus. Rummenigge gab Cerny recht. „Ein Riesenverlust für Hannover.“ Die 96-Zukunft sieht Sturmikone Dieter Schatzschneider eher rosig. „Endlich kommen typische Wiederabsteiger nach oben“, scherzte er. „Und in Timo Hübers haben wir noch einen guten neuen Abwehspieler. Er hat das super gemacht in Stuttgart.“

Die Saison lief bei 96 insgesamt so, wie Rummenigge es vor der Saison sagte: „Irgendwo zwischen Platz zehn und 14.“ Schatzschneider hat keine Angst mehr vor der Relegation. „Ich habe nur vor dem Bremen-Spiel kurz Angst in der Hose gehabt.“ Er glaubt nicht, dass die Konkurrenz 96 noch einholt. Allein NP-Experte Andeas Willeke „glaubt schon, dass die Situation nicht ungefährlich ist. Nicht, dass hier noch die Aktion Sorglos anfängt.“

Nicht sorgenlos, aber chancenlos gegen die Bayern? Rummenigge weiß natürlich von seinem Bruder Karl-Heinz, was den Bayern wichtig ist. Meister sind sie ja schon. „Es ist das große Bangen und Zittern, dass sie Jupp Heynckes das Triple zum Abschied schenken wollen“, sagt Rummenigge. In seiner Zeit bei den Bayern „habe ich wahnsinnig viel gelernt, ich war wie der Ziehsohn von Udo Lattek, der gerade seinen Sohn verloren hatte. Ich war im gleichen Alter.“

Bei seinen Dortmundern „finde ich die Lage bedenklich. Ich hätte Peter Stöger nicht verpflichtet. Wir haben alle schon den Kopf geschüttelt über Herrn Watzke. Ich wäre nach Lörrach zu Ottmar Hitzfeld gefahren, hätte mit ihm Kaffee getrunken und es so gemacht wie Uli mit Jupp Heynckes.“

Auch weitere Prominenz hörte aufmerksam zu, besonders Euroleague-Kämpfer Leon Andreasen, als es um den Videobeweis ging. Er selbst hatte ja in Köln ein Handtor erzielt, das es mit dem Videobeweis wohl nicht gegeben hätte. Der große Kamera-Angriff in der Bundesliga kommt bei den meisten nicht gut an, schon gar nicht in Hannover. Schatzschneider sagt „seit Monaten, den brauchen wir nicht“. Rummenigge hat „nie viel davon gehalten, Füllkrugs 3:3 gegen Leipzig war ein klares Tor. Mit der Hacke im Abseits? Das ist doch lächerlich.“

Und, nicht lachen jetzt: Schatzschneider entwickelte eine interessante Theorie, wie der Meister am Sonnabend zu schagen wären. „Nicht die Bayern ärgern, wenig Fouls, keine Freistöße, bloß nicht verärgern. Denn wenn die Bayern sauer werden, dann richten sie uns hin.“ Ähnlich wie vor Jahren Paul Breitner beim Anstoß in der Nordkurve, prophezeite Rummenigge: „Bei aller Wertschätzung, Bayern wird hier keinen Punkt liegen lassen.“ Als Breitner Hannover chancenlos redete, sprang der bisher letzte Sieg für 96 gegen die Bayern heraus. Na dann, auf geht’s, 96.

von Dirk Tietenberg

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