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NP-Anstoß NP-Anstoß: Sané muss in die Startelf
Sportbuzzer NP-Anstoß NP-Anstoß: Sané muss in die Startelf
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19:54 19.10.2016
Das 96-Experten-Team (v.l.): Dieter Schatzschneider, Hans-Joachim Zwingmann, Andreas Willeke, Norbert Düwel und Dirk Tietenberg. Quelle: Petrow
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Hannover

Das 1:2 bei Union tat trotzdem weh. Ein Grund für die Pleite: „Ich war etwas erschrocken über die fehlende Bissigkeit und Leidenschaft, die man als Aufstiegskandidat eigentlich haben müsste“, urteilte Hans-Joachim Zwingmann, der Chef von Niedersachsens Sportjournalisten. Zwingmann war auch lange Bindeglied zwischen DFB und Pressevertretern. Vor einer Woche wurde „Mister Nationalmannschaft“ noch von Jogi Löw herzlich verabschiedet – am Mittwoch sprang er beim „Anstoß“ für 96-Urgestein Steven Cherundolo ein, der aus familiären Gründen kurzfristig absagen musste.

Foto: Florian Petrow

Ein weiterer Grund für die 96-Pleite am vergangenen Wochenende: „Die Einwechslungen kamen zu spät“, analysierte NP-Reporter Dirk Tietenberg. Und es waren die falschen. 96-Trainer Daniel Stendel brachte zuerst Mike Bähre, ließ Sané lange schmoren bis zur Einwechslung. „Aufgrund seiner Schnelligkeit und Ballfertigkeit würde ich als Trainer auf Sané nicht verzichten“, betonte Zwingmann.

Nicht der einzige Fan des 96-Stars: „Er ist mit Sicherheit einer der besten Spieler der zweiten Liga. Defensiv und auch offensiv bei Standards“, adelte Norbert Düwel. Düwel war Co-Trainer bei 96 in den Europazeiten mit Mirko Slomka und zwischen 2014 und 2015 Chefcoach bei Union Berlin. „Ich glaube, ich hätte ihn zumindest zur zweiten Halbzeit gebracht. Gerade in so einem Spiel, in dem es auf Messers Schneide steht.“ Auch 96-Legende Dieter Schatzschneider urteilte: „Sané macht jede Mannschaft besser in der zweiten Liga. Er mag schwierig sein, aber er ist ein außergewöhnlicher Spieler und gehört in die erste Mannschaft.“
Nicht der einzige Spieler, der den Unterschied machen kann bei 96. Auch Martin Harnik fehlte verletzt. „Solche Spieler müssen immer spielen, wenn sie fit sind“, sagte Schatzschneider.

Mit Glück hilft Harnik vielleicht schon am Sonntag (13.30 Uhr) wieder in Nürnberg. Also Mund abwischen, weitermachen auf dem Weg zum Aufstieg. Sorgen macht sich Schatzschneider jedenfalls nichts, dass es nichts wird mit dem erklärten 96-Ziel. „Ich vertraue der Mannschaft“, betonte er, „wenn wir wieder komplett sind, dann schießen wir durch die Decke und kommen ganz vorne an die Spitze.“ Erste Hürde Nürnberg: „Wir werden da gewinnen“, orakelte Schatzschneider, „3:1!“

Damit 96 dann weiter siegt, müsse sich das Team aber noch etwas an den Spielstil in Liga zwei gewöhnen, sagte Düwel. „Als Absteiger ist das eine ganz harte Kiste, auch wenn man die ganze Mannschaft aus der ersten Liga behält. Man muss die Ruhe bewahren.“ Dann klappts sicher für 96, denn: „Die Qualität ist so gut, am Ende werden sie aufsteigen. Es gibt keine bessere Mannschaft in der Liga, das ist Fakt.“

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