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Nordkurve

Dieter Eilts beim NP-Anstoß

Die Krise macht Bremens Legende Eilts traurig. Hannovers Planer Zuber will 96 noch besser machen.

Hannover. Schon elf Spieltage rum – und 96 grüßt immer noch von ziemlich weit oben. Platz sechs, bester Aufsteiger natürlich. Grund für viel gute Laune. Auch bei der 99. Auflage des NP-Talks „Anstoß“ zum Spiel bei Werder Bremen (Sonntag, 18 Uhr). Gibt’s beim Siebzehnten die nächsten Punkte?

Mit der Ausbeute bisher sind sie jedenfalls glücklich bei 96. Auch der Chef! „Fußballerisch und sportlich ist Martin Kind total zufrieden“, weiß 96-Legende Dieter Schatzschneider. Und auch ihm gefällt, was er sieht. „Das, was die Mannschaft in Leipzig geleistet hat, war irre“, urteilte Schatzschneider – trotz Niederlage. Auch das 4:2 gegen Dortmund machte Lust auf mehr. Bis in die Chefetage. „Mit dem Sieg haben wir gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind“, urteilte Gerhard Zuber. Seit April ist er Sportlicher Leiter bei 96, schon in Stuttgart und bei Schalke arbeitete er mit Manager Horst Heldt zusammen – ein Erfolgsduo. Und eines, mit dem der Erfolg auch in Hannover stimmt. Das offizielle Ziel bleibt trotzdem erst einmal nur der Klassenerhalt. Und wann ist Zeit für neue Ziele? „Wenn wir 40 Punkte haben, bin ich der Erste, der neue Auskunft gibt“, sagte Zuber. Bis dahin: 96 bleibt auf dem Boden.

Auch Dieter Eilts, Werder-Legende und Europameister von 1996, hatte mit dem neuen Hoch in Hannover nicht unbedingt gerechnet: „Dass 96 so konstant die Leistungen bringt, hat mich schon überrascht“, urteilte Eilts, der 510 Spiele für Werder machte, „die sind im Flow.“

Positive Überraschungen also in Hannover, negative bei „seinem“ Club. Nur fünf Punkte, Vorletzter! „Wir in Bremen sind natürlich superunglücklich mit der Situation“, bestätigte Eilts, „es muss die nächsten Wochen nicht nur besser, sondern vor allem erfolgreicher werden.“ Ein Spielertyp wie Eilts würde Werder dabei richtig guttun. „Solche Typen werden heutzutage wieder gesucht. So ein Sechser, der den Ball erobert, der in der Laufarbeit überragend ist und im Zweikampf richtig hingeht“, adelte 96-Ikone Schatzschneider das Bremer Pendant. Eilts wurde nicht grundlos Europameister, deutscher Meister und Europapokalsieger.

Bremen ist weit weg von früheren Hoch-Zeiten. Gegen 96 darf’s gern noch einmal schlecht laufen. Dann würde Hannover weiter von oben grüßen. Damit das noch länger so bleibt, darf aber gern noch nachgebessert werden im Winter. Vor allem hinten. „Ein weiterer Innenverteidiger würde uns guttun“, findet Schatzschneider. Das weiß auch Zuber: „Auf der Innenverteidigerposition sind wir etwas dünn aufgestellt, da bewegen wir uns auf dünnem Eis.“ Und darauf kann immer mal einer wegbrechen. Zuber: „Man kann sich immer verbessern.“ Noch besser als Platz sechs? Den 96-Fans stehen noch mehr Gründe für gute Laune ins Haus!

Jonas Szmekus


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