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Hannover Scorpions Scorpions verlieren die Nerven
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23:12 16.02.2010
AM BODEN: Scorpions-Kapitän Tino Boos beim 2:3 gegen Straubing. Quelle: zur Nieden
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VON SIMON LANGE

HANNOVER. Am Montag noch in Vancouver, am Dienstag vom Flieger direkt in die TUI-Arena: Eishockey ist offenbar die beste Frustbewältigung für Andy Reiss. Von Bundestrainer Uwe Krupp wurde er aus dem Olympia-Kader gestrichen. Für die Scorpions griff er direkt wieder zum Schläger. „Ich fühle mich gut und fit“, so Reiss vor dem Spiel gegen Straubing. Und das trotz Jetlags und Mammutanreise von über zehn Stunden.

Seine Kollegen präsentierten sich anfangs etwas schläfrig. Erst nach fünf Minuten rüttelte Tino Boos sie wach. Der Kapitän lieferte sich ein Privatduell mit Straubings Ryan Ramsay. Mit bloßen Fäusten droschen beide aufeinander ein und mussten zum Abkühlen auf die Strafbank.

Jetzt war Dampf in der Partie. 14. Minute: Die Scorpions kombinieren in Überzahl. Thomas Dolak sieht Klaus Kathan, der braucht nur den Schläger hinzuhalten – 1:0. Die Scorpions nun überlegen, auch dank des agilen Ben Cottreau. Am Dienstag machte der Verein seine Vertragsverlängerung offiziell, der Kanadier bleibt bis 2012 (NP berichtete).

Den Ausgleich aus dem Nichts im zweiten Drittel konnte aber auch er nicht verhindern. Brian Maloney zog ab, der Puck flutschte Scorpions-Towart Travis Scott durch die Schoner (37.). Einen Vorsprung herzuschenken scheint die neue Spezialität der Scorpions zu sein. Gegen Nürnberg am Donnerstag (1:2) gings schief, am Sonntag in Straubing (5:4 nach Penaltyschießen) gerade noch gut. Gestern brachten sie den Gegner gleich ein zweites Mal zurück ins Spiel. Die erneute Führung durch Boos (45.) war nur 28 Sekunden später schon Geschichte. Ex-Scorpion René Röthke traf für Straubing. Kurz darauf drehte Justin Mapletoft das Spiel – 2:3.

Die letzten vier Minuten spielte Hannover ohne Scott mit einem sechsten Feldspieler. Was in Straubing zum 4:4 geführt hatte, klappte gestern nicht – die Scorpions gehen mit einer Pleite in die Pause. Die kommt Trainer Zach ganz recht: „Es reicht zurzeit zu Hause nicht, um zu gewinnen“, meinte der Coach, „wir verlieren zu schnell die Nerven.“

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