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Hannover Scorpions Scorpions: Papenburg kürzt die Gehälter
Sportbuzzer Hannover Scorpions Scorpions: Papenburg kürzt die Gehälter
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19:23 23.09.2010
Wenns um die Scorpions geht, ist ihm schon das Lachen vergangen: Günter Papenburg Quelle: zur Nieden
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Leere Halle, leere Kasse: Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth hat deshalb massive Einschnitte für die nächste Saison angekündigt. TUI-Arena-Eigner Günter Papenburg greift schon jetzt durch. Wie schon im letzten Jahr gehts den Spielern ans Geld – 15 Prozent Gehaltskürzung. „Wer das nicht akzeptiert, kann gehen“, sagt er.

Überraschend ist der Zeitpunkt dieser Maßnahme, so kurz nach Saisonbeginn. Und überraschend vor allem für die Spieler, die Mittwoch teilweise von der Neuen Presse von dieser Maßnahme erfuhren. Wie auch Niki Goc: „Mir hat keiner was gesagt. Ich werde mal abwarten und gehe die Sache ruhig an. Papenburg wird schon wissen, was er macht.“

David Wolf, der von der Kürzung im letzten Jahr noch nicht betroffen war, reagiert entsetzt: „Ich weiß davon nichts. Komischerweise wissen nur wir Spieler davon nichts.“ Nach NP-Informationen stehen Martin Hlinka und Chris Herperger vor dem Absprung. Fraglich, ob Spitzenverdiener wie Travis Scott diese Entscheidung mittragen.

Doch Papenburg kontert: „Ich bin überrascht, dass die Spieler erwarten, dass sie wieder volles Gehalt bekommen. Das ist dieselbe Kürzung wie im Vorjahr.“ Und er nennt Fakten: „Die Scorpions waren in der Vorsaison die bestbezahlte Mannschaft der Liga. Und die Verluste, die entstanden sind, sind vermutlich auch die größten in der Liga.“ Papenburg beziffert sie auf 4,7 Millionen Euro.

Der Grund liegt für ihn auf der Hand: „Die deutsche Meisterschaft hat uns nichts gebracht. Wir haben nicht mehr Sponsoren, sondern weniger als in der Vorsaison.“ Außerdem: „Die Meisterprämie hat mich einen Millionenbetrag gekostet.“ Und mehr Zuschauer kamen bislang auch nicht, nur 3844 im Schnitt.

Selbst in der Meistersaison „war die Halle nur einmal ausverkauft. Obwohl die Mannschaft Super-Eishockey geboten hat. Frustrierend ist das“, so der 70-Jährige.

Papenburg und Hannover haben also wenig Lust auf die Scorpions. Doch auch ohne die finanzielle Unterstützung des Großunternehmers könnte es mit dem deutschen Meister auch nach dieser Saison weitergehen.

Angeblich soll schon ein russischer Investor eine Absichtserklärung abgegeben haben, den Klub übernehmen zu wollen. Fraglich nur, zu welchen Bedingungen.

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