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Hannover Scorpions Kein Ultimatum mehr für Hannover Scorpions
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22:24 23.07.2010
Hannover Scorpions: Jubeln sie auch nächste Saison?
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Von Vera König

Hannover. Er hat ein großes Herz für den Sport und für den Wirtschaftsstandort Region Hannover. Zugleich aber ist Günter Papenburg – und da würde wohl noch nicht mal jemand aus seinem engsten Umfeld widersprechen – ein bärbeißiger Grantler.

Als der Scorpions-Eigentümer am Mittwochabend auf dem Empfang zum zehnten Geburtstag der Hirnklinik INI OB Stephan Weil begegnete, muss ihn irgendetwas im Gespräch bis aufs Blut gereizt haben. Und so, wie Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder einst mit „Basta“ Politik machen wollte, drohte Papenburg tags darauf über Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth mit dem Ende der Scorpions, falls es nicht innerhalb von zwei Tagen eine Lösung für die TUI-Arena gebe.

Inzwischen sieht der 70-Jährige wohl ein, dass er über das Ziel hinausgeschossen ist. „Ich will nicht mehr nachlegen. Oberbürgermeister Stephan Weil ist schon verärgert genug“, sagte Papenburg Freitag Nachmittag der NP. Ein bisschen Betrübnis und ein bisschen schmollende Einsicht klangen dabei in seiner Stimme mit.

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Sie geben alles für ihren Verein: Hunderte Scorpions-Fans haben Freitag Abend am Kröpcke für die Rettung des Eishockey-Klubs demonstriert.

Papenburg, so bestätigte er, setzt die Drohung mit den zwei Tagen nicht um. Er wartet die Rückkehr von Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode ab, der sich bei der Suche nach einer Lösung für die TUI-Arena als Moderator versteht. „Ich sehe meine Rolle als friedenstiftend und für den Standort förderlich“, ließ dieser aus seinem Urlaub in Südtirol wissen. Er schätze Papenburg nicht nur als Bauunternehmer: „Er hat Millionen für die TUI-Arena ausgegeben. Er hat im Zusammenhang mit der Expo den Zusagen von Schröder, Schmalstieg und Co. vertraut, die nachher keiner einhielt.“

Damit Papenburg nicht auf Dauer Betrieb und Kredite für die TUI-Arena allein bezahlen muss, fordert das Wirtschaftsministerium ebenso wie die Stadt eine Neukonzeption. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung liegt vor. Doch Minister Bode kommentiert sie – wie auch OB Weil – als „noch ein bisschen dünn“. Sie müsse nachgearbeitet werden.

Bode erkennt durchaus Synergieeffekte zwischen TUI-Arena und Messe. Das Land, so versichert er, sei bemüht, weitere Unternehmen zum Engagement für die TUI-Arena zu bringen. Mit einem habe er vielversprechende Gespräche: „Das ist ein Eventveranstalter.“ Mit ihm ließen sich Open-Air-Angebote auf der Expo-Plaza umsetzen: „Auch das wäre eine Bereicherung.“ „Ich muss den zeitlichen Druck rausbringen“, nennt Bode das wichtigste Ziel. Für die Zukunftslösung fehlten inzwischen weit weniger als fünf Millionen Euro. Diese Summe soll Papenburg als Messe-Anteil zur Betreibergesellschaft der Arena erwartet haben.

Der Arena-Eigentümer, so bestätigt auch Geschäftsführer Stichnoth, ist bereit, sich aus dem Betrieb der Megahalle zurückzuziehen. Und die, so sagt Bode, schreibe in diesem Jahr nachweisbar schwarze Zahlen.

Stadt-Sprecher Andreas Möser hofft, dass Papenburg auf alle Beteiligten zugeht: „Der Ball – oder besser gesagt der Puck – liegt jetzt bei ihm.“

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