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Feiern ihren Sieg: Hannover Scorpions© Petrow

Eishockey

Hannover Scorpions gewinnen Derby, Teil 2

Die Revanche ist ihnen geglückt. Vier Tage nach der 1:3-Niederlage am Pferdeturm gewannen die Hannover Scorpions den zweiten Teil des rassigen und umkämpften Eishockey-Derbys gegen die Hannover Indians am Dienstagabend mit 5:3.

Mellendorf. Wegen des großen Andrangs begann das Derby 20 Minuten später. Denn erwartungsgemäß war die Hus-de-Groot-Eisarena mit 3300 Zuschauern ausverkauft.

Schon nach 66 Sekunden kam die Partie in Fahrt. Michael Budd traf im Nachsetzen zum 1:0, Indians-Torhüter Sebastian Al­brecht hatte den Puck unglücklich nach vorn abprallen lassen. Anders als im Derby am Freitag spielte die frühe Führung aber nicht dem Gastgeber in die Karten. Die In­dians, zwei Tage vor Heiligabend noch nach weniger als zehn Minuten mit 3:0 in Front, drückten als Gastteam der Partie spätestens zur Mitte des ersten Drittels ihren Stempel auf. Teilweise schnürten sie die Scorpions trotz numerischer Gleichheit in deren Verteidigungszone ein – und besaßen gute Torchancen.

Aber erst als sie wirklich zum ersten Mal einen Spieler mehr auf dem Eis hatten, waren die Indians sofort erfolgreich. 13 Sekunden saß Dennis Schütt auf der Strafbank, da nutzte Andreas Morczinietz bereits die Überzahl zum Ausgleich (15.). Der Routinier stocherte den Puck im Powerplay durch die Ausrüstung von Scorpions-Torhüter Björn Linda hindurch zum 1:1 ins Netz – jedoch unter Protesten von Linda, der bei Schiedsrichter Michael Fendt reklamierte, von Morczinietz in seinem Torraum behindert worden zu sein. Und es wurde noch besser aus Sicht der Indians: Nicolas Turnwald traf per Schlagschuss zum 1:2 (19.).

Nach 28 Minuten möglicherweise eine Schlüsselszene der Partie: Patrick Schmid und Branislav Pohanka lieferten sich ein kurzes Handgemenge, beide Spieler wanderten auf die Strafbank – aber erst als das Nasenbluten bei Pohanka gestoppt und sein Blut vom Eis gekratzt war. Nach gut sieben Minuten gab Fendt die Partie wieder frei. Diese Unterbrechung spielte den Scorpions, die nun hellwach waren, in die Karten. Mit zwei Toren gab Sean Fischer der Partie eine Wende (31., 36.). Zwar gelang Tobias Schwab wenige Sekunden vor der zweiten Drittelpause noch der Ausgleich zum 3:3, doch im Schlussabschnitt, in den der ECH sogar schwungvoller startete, schossen Björn Bombis (50.) in Überzahl und Patrick Schmid (60.) den 5:3-Erfolg heraus.

Tore: 1:0 (1:06) Budd, 1:1 (14:54) Morczinietz bei 5–4, 1:2 (18:33) Turnwald, 2:2 (30:14) Fischer, 3:2 (35:01) Fischer, 3:3 (39:35) Schwab, 4:3 (49:27) Bombis bei 5–4 , 5:3 (59:21) Schmid bei 5–6. Strafminuten: Scorpions 14, Indians 12. Nächste Spiele: Erfurt – Scorpions, Indians – Hamburg (jeweils Donnerstag, 20 Uhr)

Von Stephan Hartung


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