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Hannover Scorpions Gerettet: Hannover Scorpions machen weiter
Sportbuzzer Hannover Scorpions Gerettet: Hannover Scorpions machen weiter
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13:06 27.07.2010
Die Fans können aufatmen: Die Scorpions müssen ihre Lizens nicht abgeben. Quelle: zur Nieden
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Die Hannover Scorpions nehmen trotz finanzieller Schieflage die Mission Titelverteidigung in Angriff. Der deutsche Eishockey-Meister hat die angedrohte Lizenzrückgabe zurückgenommen und damit ein Desaster für die krisengeplagte Deutsche Eishockey-Liga (DEL) abgewendet. „Wir wollen die Scorpions mehr auf eigene Beine stellen“, sagte Geschäftsführer Marco Stichnoth bei der sportärztlichen Untersuchung der Profis am Dienstag in Hannover.

Die DEL-Führung hat den Meister bereits im offiziellen Spielplan für die neue Saison aufgeführt, obwohl der Streit zwischen Clubchef Günter Papenburg und der Politik noch nicht beendet ist. Papenburg, der auch Betreiber der Scorpions-Spielstätte TUI Arena ist, fordert von der Deutschen Messe AG eine Beteiligung von fünf Millionen Euro. Obwohl noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, wollen die Scorpions am 3. September beim Nachbarn EHC Wolfsburg zum ersten Spiel antreten.

Nach Angaben des Scorpions-Managers müssen noch 1,6 bis 2,0 Millionen Euro für den Spielbetrieb gedeckt werden. Neue Sponsoren, weitere Einsparungen im Team und Zuschauer-Einnahmen sollen die Lücke schließen. „Wir hoffen auf die Zuschauer und werden einen Dauerkarten-Aufruf starten“, kündigte Stichnoth an. „Wir können uns auch vorstellen, dass wir die Tickets persönlich zu den Fans bringen“, unterstützte Mannschaftskapitän Tino Boos die Aktion. „Zur Not fahren wir auch kleinere Autos“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

„Die Mannschaft ist stabil. Jeder will etwas zurückgeben und sich der Situation stellen“, erklärte der neue Trainer Toni Krinner. Der Nachfolger von Meistercoach Hans Zach war in der Vorwoche wie die Spieler von den Rückzugsgedanken des Clubchefs Papenburg überrascht worden. Der 70 Jahre alte Bauunternehmer hatte auch in den Vorjahren mit ähnlichen Drohgebärden für Aufsehen gesorgt.

„Wir haben Respekt vor seinen Entscheidungen. Herr Papenburg hat in der vorigen Saison 3,8 Millionen Euro für den Spielbetrieb aufgebracht“, sagte Stichnoth. Die Spieler nahmen im Vorjahr zudem Einbußen am Gehalt in Kauf und sicherten sich dennoch erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel. Zu einem erneuten Gehaltsverzicht hielt sich Kapitän Boos bedeckt. „Es gibt gültige Verträge. Wir stellen unsere Hilfe bereit. Für die Situation kann die Mannschaft jedoch nichts“, erklärte der Stürmer.

Die Aussichten auf einen positiven Ausgang des Streits um die TUI Arena beurteilte Stichnoth positiv. Inzwischen hat sich auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) in die Gespräche eingeschaltet. „Herr Bode hat mir zugesagt, dass wir eine Lösung finden“, erklärte der Scorpions-Geschäftsführer. „Wir müssen und werden jede Minute kämpfen.“ dpa

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