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INDIANS-JUBEL: Branislav Pohanka (Mitte) und seine Kollegen haben sich bis zur Länderspielpause auf Rang vier hochgeschossen.

INDIANS-JUBEL: Branislav Pohanka (Mitte) und seine Kollegen haben sich bis zur Länderspielpause auf Rang vier hochgeschossen.
© Petrow

Scorpions und Indians in Top-Form

Eishockey-Teams auf Play-off-Kurs

Sie jubeln sich nach oben: Hannovers Eishockey-Teams stehen nach der ersten Pause der Oberliga-Nord blendend da. Die Scorpions liegen nach fünf Siegen in Folge auf Platz drei, die Indians folgen auf Rang vier. Eine Zwischenbilanz.

Hannover. 13 Spiele ha­ben die Hannover Indians und die Hannover Scorpions in der Eishockey-Oberliga absolviert – 13 Partien folgen noch bis zum Ende der Hauptrunde am 28. Dezember. Und nach der Hälfte der ersten Saisonphase, in der beide Teams wegen des Deutschland-Cups nun eine fast zweiwöchige Pause einlegen dürfen, lässt sich feststellen: Sie sind oben mit dabei und belegen Rang drei (Scorpions) und vier (Indi­ans), was eindeutig Play-off-Kurs bedeutet.

Eine Pause einlegen dürfen? Einlegen müssen! Denn auch wenn ECH-Trainer Lenny Soccio zum Ende der vergangenen Woche sagte, „dass die Jungs zuletzt viel investiert haben und sich mal ausruhen sollen, die Unterbrechung der Saison kommt daher zum richtigen Zeitpunkt“ – sowohl Indians als auch Scorpions waren zu­letzt prima im Rhythmus, daher könnte die Pause zum eher falschen Moment kommen.

Die Scorpions gewannen die vergangenen fünf Spiele und schoben sich auf den dritten Platz der Staffel Nord vor. Dabei ging es zwar auch gegen schwächere Gegner wie Erfurt, Timmendorf und Rostock, die Mannschaft von Trainer Dieter Reiss gewann aber auch mit 2:1 in Duisburg – die Füchse zählen auch in diesem Jahr zu den Top-Favoriten. „Die Jungs haben Qualität – wenn sie wollen, können sie jeden Gegner schlagen“, sagt Reiss. Und damit spricht er auch das Problem an: die Kopfsache. Denn auffällig war, dass die Scorpions bei den Heimsiegen gegen Erfurt, Timmendorf und Rostock zum Teil Zwei-Tore-Rückstände als Weckruf benötigten, um fortan mit der richtigen Einstellung zu Werke zu gehen. „Vielleicht muss ich meinen Spielern vor dem ersten Bully sagen, dass der Gegner bereits führt“, sagt Reiss und schmunzelt.

So oder so: Rückstände kann seine Mannschaft im­mer aufholen, dazu ist sie torgefährlich genug. Entsprechende Aussagekraft bietet die Topscorer-Wertung der Oberliga: Platz eins und zwei belegen hier die Scorpions-Stürmer Patrick Schmid (15 Tore, 15 Vorlagen) und Björn Bombis (13/17), sie haben in 13 Saisonspielen jeweils 30 Punkte verbucht.

Erst auf Rang zehn dieser Statistik taucht mit Branislav Pohanka (12/7) der erste Indianer auf. Beim ECH, der in den vergangenen sieben Begegnungen punktete und dabei 16 Zähler holte, überzeugt das Kollektiv. „Durch harte Arbeit im Training haben sich die Spieler verbessert und weiterentwickelt“, sagt Soccio, dessen Team zuletzt auch im Wettkampf Überstunden schob: Niederlage nach Verlängerung gegen Tabellenführer Tilburg, Sieg nach Verlängerung bei Verfolger Halle.

Wer die Indians definitiv besser macht, ist Lasse Uusivirta. Der Zugang ist eine echte Verstärkung. Der Verteidiger belegt sogar den geteilten ersten Platz in der Wertung der besten Vorlagengeber: Der Finne legte 18 Indians-Tore auf.

Von Stephan Hartung


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