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Hannover Scorpions Ein Gibbons reicht den Scorpions nicht
Sportbuzzer Hannover Scorpions Ein Gibbons reicht den Scorpions nicht
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12:21 30.01.2018
Brian Gibbons verteidigt den Puck. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Komisch war das schon für David Haas. Der Ex-Trainer des Eishockey-Oberligisten Preussen Berlin gehörte am Sonntag am Pferdeturm beim Derby zwischen den Hannover Indians und den Hannover Scorpions (5:4) zu den 4196 Besuchern. Und bei den Scorpions spielte sich Neuzugang Brian Gibbons in den Vordergrund, der Amerikaner war bis Freitag noch Spieler von Haas und machte sogar bei ihm die Trainingseinheit am Vormittag mit. Da war Haas noch Trainer, am Sonnabend wurde Haas dann überraschend beurlaubt.

„Das ist verrückt, zwei Tage später ist er Spieler der Scorpions. Aber ich freue mich sehr für ihn, er ist ein toller Spieler und als Mensch sehr positiv in der Kabine“, sagt Haas. Auch der neue Coach von Gibbons, Dieter Reiss, ist froh über die Anwesenheit des Stürmers. „Er ist ein super Junge und passt schon jetzt bei uns hervorragend rein – dabei hat er nur 30 Minuten mit uns trainiert.“

Dass Brian Gibbons die Scorpions besser macht, wurde beim Derby deutlich. Der 29-Jährige erzielte zwei Tore, beide fielen in Überzahl. Sehenswert und technisch anspruchsvoll: Bei seinem Treffer zum 4:4-Ausgleich drei Minuten vor Schluss brachte er den halbhohen Pass von Sebastian Lehmann kurz vor ECH-Torhüter Sebastian Albrecht unter Kontrolle und lupfte die Scheibe über diesen hinweg ins Netz – und das alles in einem Bewegungsablauf.

Apropos Powerplay: Bei der 3:4-Heimniederlage gegen die Indians zwei Wochen zuvor lahmte die große Scorpions-Stärke, am Pferdeturm erzielten sie nun drei ihrer vier Tore mit einem Mann mehr auf dem Eis. „Das Powerplay war wieder gut. Und bis zu den Play-offs haben wir noch Zeit, uns zu verbessern“, sagt Reiss. Seine Mannschaft liegt zwar weiterhin auf dem vierten Platz, was den Heimvorteil in den Play-offs bedeuten würde. Jedoch tut es dem Reiss-Team weh, am Wochenende nur einen Punkt geholt zu haben. Die Indians wiederum, die die vergangenen vier Spiele gewonnen haben, liegen nur noch zwei Zähler hinter diesem begehrten Rang. Heute sind die Indians spielfrei, während die Scorpions die Füchse Duisburg empfangen (20 Uhr).

Vermutlich heute bei den Scorpions am Rande der Bande wieder mit dabei ist Fred Carroll, ehemaliger Trainer der Indians – jedoch nicht in offizieller Funktion, wie Reiss betont. „Er soll uns als Berater zur Verfügung stehen, auch mal beim Training helfen.“ Seit vergangener Woche ist Carroll, der aber aktuell noch krankgeschrieben ist, in seiner Funktion tätig. Er soll die Scorions vor allem in der Defensive besser machen. Beim Derby war er aber nicht dabei. „Ich freue mich, dass er uns hilft“, sagt Reiss.

Weniger erfreut war Reiss darüber, dass während des Penaltyschießens Bierbecher auf die Scorpions-Bank flogen. „Das geht einfach nicht.“ Der Indians-Ordnungsdienst zog zwei Übeltäter aus dem Verkehr. Das Penaltyschießen gewann der ECH durch Treffer von Tobias Schwab und Robby Hein. Als offizieller Siegtorschütze wird Schwab geführt, nach dem erfolgreichen Versuch von Hein konnten die Indians-Fans aber endgültig jubeln.

Von Stephan Hartung

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