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Stolze Plakatträger: Die Hannover Scorpions feiern den Erfolg über die Indians am zweiten Weihnachtsfeiertag.

Stolze Plakatträger: Die Hannover Scorpions feiern den Erfolg über die Indians am zweiten Weihnachtsfeiertag.
© Petrow

Eishockey

Die Scorpions stören effektiv

Hier erfahren Sie die Gründe für den Rückspielsieg der Mellendorfer in den Eishockey-Regionsduellen. 8000 Zuschauer sehen beide Partien.

Hannover. Zwei Tage vor Heiligabend sowie am zweiten Weihnachtstag haben die Hannover Indians und die Hannover Scorpions in der Oberliga die Schläger gekreuzt. 3:1 siegten die Indians im ersten, die Scorpions mit 5:3 im zweiten Duell – wir analysieren 120 Minuten Volldampf auf dem Eis und blicken voraus.

Warum waren die Scorpions stärker als am Freitag?

Weil sie körperlich präsenter waren – und auch etwas cleverer. Sie nutzten die Indians-Fehler gnadenlos aus. Vor dem 3:2 durch Sean Fischer verpatzten die ermüdeten Indians den Wechsel, die Scorpions kamen mit frischem Wind von der Bank und gingen in Führung. Vorm 4:3 durch Björn Bombis vergab der ECH in Unterzahl die einfache Möglichkeit, den Puck aus der eigenen Zone zu klären. Zudem gelang es den Scorpions immer wieder, den Spielfluss der Indians zu stören – und wenn es wie beim Stand von 3:3 durch Björn Linda war. Der Torhüter verschob unbemerkt von Schiedsrichter Michael Fendt mit seinem linken Schoner sein Tor, als sich eine Großchance für den ECH andeutete.

Wie ist die Zuschauerresonanz zu beurteilen?

Insgesamt 8000 Zuschauer haben vor dem Fest und am zweiten Weihnachtstag die Derbys gesehen, was die Eishockey-Begeisterung in der Region untermauert. Das Eisstadion in Mellendorf war zum ersten Mal seit dem 11. Februar 2006 ausverkauft. Damals bestritt der heutige Indians-Trainer und damalige Scorpions-Spieler Lenny Soccio sein Abschiedsspiel.

Gab es Probleme?

Nach der Partie in Mellendorf gab es keine Zwischenfälle. Im Anschluss an das Spiel in Hannover vermeldete die Polizei aber eine abgesprochene Schlägerei zwischen Ultras von Hannover 96 und Scorpions-Fans. Diesen offiziellen Polizeiangaben, die dieser Redaktion vorliegen, widerspricht die Fangruppe Scorpions Unity 2006 vehement. Auf dem Weg zur Bahnstation Clausewitzstraße sei man unerwartet angegriffen worden. Außerdem habe es keine Absprachen zu Schlägereien gegeben, auch gebe es aus den eigenen Reihen keine Festnahmen, teilte die Fangruppe offiziell mit.

Wann geht es weiter?

Bereits am Donnerstag. Die Scorpions treten in Erfurt an, die Indians haben ein Heimspiel gegen Hamburg (beide 20 Uhr).

Von Stephan Hartung


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