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Torgefährlich: Indians-Stürmer Tobias Schwab (links) erzielte vier Treffer gegen Herne.

Torgefährlich: Indians-Stürmer Tobias Schwab (links) erzielte vier Treffer gegen Herne.
© Petrow

Hannover Indians

Schwab in doppelter Rolle

Der Eishockey-Oberligist vom Pferdeturm und Meister Herner EV liefern sich emotionale Duelle wie in den Play-off-Spielen.

Hannover. Hattrick, Spieldauerdisziplinarstrafen und kleine Dramen – die Duelle am vergangenen Wochenende zwischen den Hannover Indians und dem Herner EV in der Eishockey-Oberliga entwickelten sich zu einer Play-Off-Serie im Mini-Format. Erinnerungen wurden wach an das Nord-Viertelfinale der vergangenen Saison. In einer Serie voller Gift und Galle warf der ECH damals die Herner aus den Play-offs – der HEV war zu diesem Zeitpunkt bestes Team der Vorrunde, insofern kam das Aus einer Sensation gleich.

Nun gab es erstmals ein Wiedersehen. Am Freitag gewannen die Indians am Pferdeturm mit 5:3, die Entscheidung fiel erst 26 Sekunden vor Schluss durch Branislav Pohanka. Star des Abends war jedoch Tobias Schwab. Dem Stürmer gelangen drei Tore und damit ein Hattrick – anders als im Fußball hat ein dreifacher Torschütze im Eishockey unabhängig von der Torfolge immer einen Hattrick erzielt. Schon in den Play-offs der Vorsaison hatte Schwab überragt. „Ich habe noch selbst gegen ihn gespielt. Er ist immer auf den Punkt da, erzielt wichtige Tore in wichtigen Spielen“, sagt ECH-Trainer Lenny Soccio.

Am Sonntag in Herne wurde Schwab jedoch zum tragischen Helden. Ein Treffer hatte er bereits erzielt, von einer kurzen Bewusstlosigkeit infolge eines Fouls hatte er sich gerade wieder erholt – da verpasst er eine Sekunde vor Schluss die glasklare Chance zum 6:5-Siegtor für seine Mannschaft, dies gelang dann Herne in der Verlängerung. „Wir sind natürlich enttäuscht. Die Jungs haben am Wochenende aber stark gespielt. Wenn wir uns weiter so entwickeln, sind wir schwer zu schlagen“, sagt Soccio.

Die gute Nachricht gab es ohnehin am Tag danach: Bei Nick Bovenschen gab es Entwarnung, der Verdacht auf Handbruch bestätigte sich nicht. Auch Lucas Fröhlich droht kein Ausfall, er blutete nach einem Foul von Stephan Kreuzmann aus dem Mund. Der Herner erhielt dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe, genau wie später ECH-Verteidiger Leon Lilik nach einem Foul. ECH gegen Herne, ein Wiedersehen gibt es frühestens in der Zwischenrunde ab 30. Dezember.

Von Stephan Hartung


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