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Hannover 96 Ya Konan will Karriere machen
Sportbuzzer Hannover 96 Ya Konan will Karriere machen
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12:59 05.09.2010
MIT KÖPFCHEN: Didier Yan Konan (links) beim 3:0 im Test gegen Mlada Boleslav. Quelle: zur Nieden

VON THORSTEN LANGENBAHN

Didier Ya Konan, Sie sind nun ein gutes Jahr in Hannover. Wie waren die ersten zwölf Monate?

Das erste Jahr war für mich wirklich sehr, sehr positiv. Auch wenn es sehr schwierig war, haben wir eine gute Saison gespielt. Es war alles drin: gute Sachen, schlechte, dramatische … Es war nicht leicht, aber wir haben die Klasse gehalten.

400 000 Euro hat 96 für Sie an Rosenborg Trondheim überwiesen, nun liegt Ihr Marktwert bei vier Millionen Euro. Ist das auch eine Wertschätzung für Sie persönlich?

Gott macht alles und ist alles für mich. Deswegen möchte ich ihm Danke sagen. Alles, was aufwärtsgeht, hat mit Glauben und Vertrauen zu tun. Ich arbeite hart für die Mannschaft, gebe alles und bekomme dafür etwas Positives zurück.

Auch Angebote anderer Klubs wie in der Sommerpause?

Ich habe es auch in der Zeitung gelesen, mein Berater hat mit mir gesprochen, aber ich denke, es war nichts Konkretes. Ich weiß nicht, was weiter passiert. Wenn ein gutes Angebot für mich und für Hannover kommt, werde ich es annehmen. Aber erst einmal bin ich 100 Prozent Hannover.

Ihr Vertrag läuft bis 2012. Haben Sie einen Karriereplan?

Natürlich möchte ich einmal in einem großen Verein spielen, Titel holen. Ich bin Fußballspieler, habe Ambitionen, will mich weiterentwickeln. Ich gebe immer mein Bestes, wo ich gerade bin.

Haben Sie einen Traum, zum Beispiel, in Spanien oder England zu spielen?

Ich möchte in einem großen Verein in Deutschland spielen – wie Bayern. Das wäre toll, denn in der Bundesliga wird perfekter Fußball gespielt. Die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt. Wenn ich in Hannover spiele und Meister werden würde, das wäre großartig (lacht). Alles im Leben ist möglich.

Letzte Saison haben Sie jeweils vor dem Spiel schon vom Sieg geträumt.

Ja, in Freiburg und Bochum, in der Nacht vor dem Spiel. Vor dem Schlafengehen habe ich mit meiner Frau Edwige vom Hotel aus am Telefon in der Bibel gelesen, um fürs Spiel und für die Mannschaft zu beten. Deswegen jubele ich zu meinem Gott, denn er hilft mir immer, auch wenn es schwierig ist.

Haben Sie schon etwas für diese Saison geträumt?

Bisher nicht. Aber ich glaube, wir werden eine gute Saison spielen. Die Mannschaft hat ein neues Gesicht. Wir haben auch ohne Hanno (Balitsch, Anm. d. Red.), Stajni und Bruggink eine gute Gruppe. Ich glaube, wir können was Positives schaffen.

Wie funktioniert im Sturm das Zusammenspiel mit Mohamed Abdellaoue?

Es läuft gut. Wir versuchen uns zu ergänzen, Automatismen zu entwickeln. Aber ich spiele für die Mannschaft, arbeite hart und versuche zu treffen, egal, ob mit Moa oder einem anderen Angreifer.

Wie viele Tore wollen Sie in dieser Saison schießen?

Mehr als zehn. Ich will besser sein als letzte Saison, da waren es neun. Für den Start war das eine gegen Frankfurt schon gut, aber ich will mehr. Die Saison ist lang.

Gibts ein Torgeheimnis?

Wenn ich auf dem Platz stehe, suche ich die Eins-gegen-eins-Situation, will den Verteidiger überraschen und in den freien Raum hinter dem Gegenspieler kommen. Das ist, was ich mag. Wenn ich fühle, dass ich meine Chance bekomme, gebe ich 100 Prozent – das ist mein Geheimnis.

Wie enttäuschend war es, fürs Nationalteam nominiert zu sein, wegen einer Visa-Panne aber nicht spielen zu können?

Das ist schade, aber es spielt für mich keine Rolle. Jeder in meiner Heimat Elfenbeinküste redet darüber, in den Zeitungen, im Fernsehen, warum ich nicht in der Nationalmannschaft bin. Aber ich denke einfach nicht daran und arbeite hart für meinen Verein. Eines Tages kommt meine Chance – und dann werde ich sie nutzen.

Und was machen Ihre Baby-Pläne?

Edwige ist noch nicht schwanger, aber das kommt noch. Es ist nicht leicht. (lacht) Manchmal braucht es Zeit.

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