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Hannover 96 Wechsel bei 96: Yankow geht, Jan Durica soll kommen
Sportbuzzer Hannover 96 Wechsel bei 96: Yankow geht, Jan Durica soll kommen
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14:48 12.01.2010
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VON ANDREAS WILLEKE

HANNOVER. Das war dann auch nicht mehr zu erwarten. Chavdar Yankov, ein ewiges, teures und phlegmatisches Talent, abgeschoben nach Duisburg, selbst in der zweiten Liga nicht mehr gelitten, verstärkt 96. Indirekt allerdings nur. Der Bulgare, den Ex-Trainer Dieter Hecking in einem unbedachten Moment mal mit Brasiliens Superstar Kaká verglichen hatte, bringt 96 unverhofft Geld ein. 700 000 Euro bekommt 96 von Metallurg Donezk.

Die Ukrainer müssen zudem noch 300 000 Euro an Yankovs Ex-Klub Slavia Sofia zahlen. 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke hofft, heute alle Unterschriften zu dem Transfer eingesammelt zu haben. Dann bliebe Yankov für 96 unterm Strich zwar immer noch ein dickes Minusgeschäft, an das der Chef lieber nicht denkt. „Dann werde ich nur wütend“, erklärt Martin Kind. Aber Yankov finanziert 96 einen Innenverteidiger. Wahrscheinlich kommt Jan Durica (NP berichtete). Der slowakischer Nationalspieler hat bei Lok Moskau einen Vertrag bis 2012. „Wir haben über Durica gesprochen“, bestätigt Kind, „er hat auch eine gewisse Bedeutung in der Diskussion.“ 96 denkt an ein Leihgeschäft bis Saisonende mit Kaufoption.
Durica gilt als kampf- und kopfballstarker Innenverteidiger. Ein eher aggressiver Typ wie Daniel van Buyten oder Bastian Reinhardt.
Durica beginnt gerade mit der Saisonvorbereitung. Die russische Liga ist an das Kalenderjahr gekoppelt, die neue Spielzeit beginnt im März. Bis zum vergangenen Freitag hatten die Spieler Urlaub. Gestern flog die Lok-Mannnschaft ins erste Trainingslager nach Belek in der Türkei.

 
Durica rechnet sich kaum Chancen auf Einsätze aus. Die braucht der 28-Jährige aber, um bei der WM dabei zu sein. Der Slowake macht Druck, darf auch wechseln. Seinem Berater Lars-Wilhelm Baumgarten liegen weitere Angebote vor.
„Wir prüfen verschiedene Modelle“, erklärt Kind zur Durica-Verpflichtung. Auch ein Sofortkauf wäre denkbar. Durica ist Linksfuß, was neue taktische Optionen eröffnet. So könnte er Christian Schulz in der Abwehr ersetzen und Schulz ins Mittelfeld vorrücken. Bei Werder spielte Schulz lange links in der Raute. „Alle Transferüberlegungen sind taktisch unterlegt“, sagt Kind.
Durica soll nicht der einzige Neue bleiben. „Es könnte noch einer kommen“, bestätigt Kind. Das wäre dann ein Jan-Simak-Typ, ein offensiver Mittelfeldspieler – aber nicht das Original.

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