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Hannover 96 Stindel: Gewinner in der Generation Playstation
Sportbuzzer Hannover 96 Stindel: Gewinner in der Generation Playstation
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06:16 27.07.2012
GUTER SCHÜLER: Lars Stindl bekommt von Mirko Slomka regelmäßig gute Noten. Quelle: zur Nieden
Bad Waltersdorf

Herr Stindl, Sie haben neue Trainingsschuhe. Warum steht da Larson an der Seite drauf?

Vergangene Saison war es Lars, jetzt Larson – das ist doch mal was anderes. Einen besonderen Hintergrund hat das aber nicht.

Die Fußballschuhe sind knallgelb – ungewöhnlich für Sie!

Mag sein, aber dieses Modell von Nike gibt es eben nur in Gelb. Mit der Farbe muss man sich anfreunden, aber im Spiel werde ich eh Schwarz oder Weiß tragen. Gelb ist mir dann doch etwas zu auffällig.

Sind Ihre auffälligen Leistungen in der vergangenen Saison Ihr persönlicher Maßstab für die neue Spielzeit?

Zwei Tore in 34 Ligaspielen?

Messen Sie sich nur an Toren?

Nein. Was die Torausbeute betrifft, habe ich noch Potenzial, aber auch insgesamt gibt es grundsätzlich viele Dinge, die ich  verbessern kann. Im athletischen Bereich habe ich bereits einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.

Sie haben mit grandiosen Flanken viele Tore vorbereitet. Schlägt man solche Flanken nicht am besten von außen?

Ja, das stimmt. Vor allem die Abstimmung mit den Stürmern ist prima – wir haben ja auch gute Verwerter im Team. Die Flanken sind ein probates Mittel, um zum Torerfolg zu kommen. Die sind sicherlich eine meiner Qualitäten.

Trainer Mirko Slomka erwägt, Sie verstärkt als Sechser vor die Abwehr zu stellen. Wäre Ihre Flanken-Qualität da nicht verschenkt?

Grundsätzlich richtig, aber das ist ja nur ein Aspekt. Aber als ich herkam zu 96 (2010, d. Red.), war ich ja zentraler Mittelfeldspieler und musste mich erst anfreunden mit der Position auf der rechten Außenbahn. Es macht mir sehr viel Spaß, da zu spielen. Da habe ich ja auch jetzt in den bisherigen Vorbereitungsspielen gespielt.

Welche Stärken machen Sie zu einem potenziellen Sechser?

Ich habe Qualitäten mit dem Ball am Fuß, im präzisen Passspiel. Ich bin nicht abgeneigt, auch irgendwann im Zentrum zu spielen, wenn mich der Trainer dort sieht.

Wie wichtig ist ein Trainingslager fürs Teambuilding?

Sehr. Und es ist bei uns eine große Gemeinschaft vorhanden und nicht so, dass sich alle zurückziehen – im Gegenteil. Wir sitzen abends zusammen, spielen Karten oder Playstation.

Wer kann es mit Ihnen an der Playstation aufnehmen?

Genügend! Gerade die nachkommende Generation.

Das sagt ein 23-Jähriger?

(lacht) Ja, aber es gibt ja noch Jüngere. Kocka Rausch (22), Artur Sobiech (22), Yannik Schulze (17) – wir haben ein hohes Playstation-Niveau in unserem Team.

In Bad Waltersdorf werden die Spieler den Mannschaftsrat wählen, daraus bestimmt der Trainer den Kapitän. Zuletzt war zweimal Steven Cherundolo der Kopf des Teams. Hätten Sie auch mal Lust?

Stevie macht das schon! Ich traue mir durchaus zu, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen. Auch abseits des Platzes habe ich kein Problem damit, meine Meinung zu sagen. Aber ich sehe, dass Stevie so eine große Anerkennung und Rückendeckung innerhalb des gesamten Teams hat, dass er von uns da zu 100 Prozent unterstützt wird.

Klingt nach einem Plädoyer für Cherundolo.

Ja, absolut. Jeder weiß, welche Qualitäten er hat. Er kann uns gut führen, hat eine große Erfahrung. Und auch wenn er mal nicht gespielt hat, war er immer da und hat sich vorbildhaft in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich wüsste also im Moment keinen Besseren.

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