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Hannover 96 Slomka fordert "mehr Schärfe"
Sportbuzzer Hannover 96 Slomka fordert "mehr Schärfe"
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10:00 25.01.2010
WAS SOLL ER MACHEN? Der neue 96-Trainer beim 0:1 in Mainz. Quelle: zur Nieden
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VON THORSTEN LANGENBAHN

Herr Slomka, nach 650 Tagen Pause – wie haben Sie Ihr Bundesliga-Comeback erlebt?

Es war von Beginn an Anspannung da. Die vierte Minute war dann für jeden Beteiligten ein Schock. Da ist es für mich dann wichtig, positiv auf die Mannschaft einzuwirken und ihr mit auf den Weg zu geben, nichts herzuschenken. Nach kurzer Zeit war es normal, als wäre ich gar nicht weg gewesen.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus dem Spiel?

Was ich im Training gesehen habe, hat sich auch im Spiel bestätigt. Die Mannschaft ist sehr leistungswillig. Sie hat sich ständig bemüht, die Chance zum Ausgleich zu erarbeiten. Jeder kämpft um den Erfolg in jedem einzelnen Zweikampf.

Für die Stimmung ist dieses Ergebnis wieder ein Dämpfer.

Klar. Die Mainzer sind halt extrem heimstark, dieser Heimstärke haben wir auch ein Stück weit getrotzt. Es war ja nicht so, dass die Mainzer zwölf Torchancen hatten. Wir haben dagegengehalten, nur die Mainzer waren mit diesem einen Tor einfach ein Stück effektiver. Sie hatten drei hochkarätige Chancen, wir hatten nur anderthalb Möglichkeiten.

Wie ärgerlich war der frühe Rückschlag?

Das Gegentor zu Beginn ist nicht nur ärgerlich, sondern frustrierend für die Spieler. Wir haben das Tor in einer hektischen Anfangsphase kassiert, wo es in Teilen der Mannschaft noch ein Stück weit kopflos zuging.

Jan Durica sah in der Szene nicht gut aus.

Kein Vorwurf an ihn. Dieses Tor will ich ihm nicht anlasten, den Ball hatte er eigentlich schon geklärt. Steve (Cherundolo) war ein Stück in der Rückwärtsbewegung, konnte diesen Schritt nach vorne aber nicht in diesem hohen Tempo machen. Dann spielt André Schürrle das weltklasse aus. Ich finde, Jan hat unterm Strich ein hervorragendes Spiel gemacht, hat fast jeden Zweikampf gewonnen. An ihm werden wir noch richtig Freude haben.

Was muss besser werden?

Wir müssen einfach an dieser Passgenauigkeit arbeiten, es muss mehr Schärfe ins Spiel kommen. Es nützt nichts, wenn wir 60 Prozent Ballbesitz haben und in der eigenen Hälfte von der Passgenauigkeit gut spielen, aber das in der gegnerischen Hälfte völlig liegen lassen. Dass die Fehlpassquote in der gegnerischen Hälfte höher wird, ist klar, aber sie darf nicht so hoch sein wie bei uns.

Woran fehlts da zurzeit?

Da fehlt es an den entsprechenden Laufwegen und Freiräumen, die sich die Stürmer erarbeiten, aber auch an der Genauigkeit und dem Tempo der Bälle, die vorne reingespielt werden. Wir müssen auch mal zielgerichtet in Richtung einer Torchance gehen und nicht nur lange Bälle von hinten rausschlagen.

Ist das der Situation geschuldet, dass man lange nicht gewonnen hat und im Tabellenkeller steckt?

Finde ich nicht. Wir haben nur zum Teil das umgesetzt, was wir uns zurechtgelegt hatten. Die Möglichkeiten, über unsere Außenverteidiger ins Spiel zu kommen, waren sehr stark gegeben. Das haben wir aber nur punktuell ausgenutzt. Das wir es ausgenutzt haben, konnte man daran sehen, dass wir nach 30 Minuten sechs zu null Ecken hatten. Aber die Anzahl der erarbeiteten Torchancen ist zu wenig, es gab keinen aktiven Torschuss.

Haben Ideen aus dem Mittelfeld gefehlt?

Es fehlt nicht nur an Ideen, sondern vor allem auch an der Umsetzung, die jeder Spieler hat. Gedanklich schneller sein als der Gegner, das ist ein wesentlicher Aspekt.

Was muss sich ändern?

Wir haben jetzt ein Heimspiel, wir brauchen Chancen. Wahrscheinlich brauchen wir auch die eine oder andere Chance mehr als viele andere Mannschaften, um einen Treffer zu erzielen.

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