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Hannover 96 Slomka: "Ich bin ja schon froh, dass wir dieses eine Tor erzielt haben"
Sportbuzzer Hannover 96 Slomka: "Ich bin ja schon froh, dass wir dieses eine Tor erzielt haben"
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21:01 31.01.2010
ES WIRD DUNKEL IN HANNOVER: 96-Trainer Mirko Slomka bei der 1:3-Heimpleite gegen den 1. FC Nürnberg. Quelle: zur Nieden
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VON DIRK TIETENBERG

Mirko Slomka, Sie wollten Entscheidungen treffen, die wehtun. Welche Entscheidungen sind das?

Es kann durchaus sein, dass sich der eine oder andere auf der Bank wiederfindet. Und dass es Konsequenzen gibt bei Spielern, die sich nicht zu hundert Prozent konzentrieren und nicht bei der Mannschaft sind. Es kann sein, dass es dann Entscheidungen gibt, die unpopulär sind, aber notwendig.

Gab es eine Ansprache, die wehgetan haben könnte?

Es gab eine Ansprache, die punktuell persönlich und sehr kritisch war. Innerhalb einer internen Besprechung muss man auch mal persönliche Attacken ertragen können. Aber ich werde keine keine populistischen Dinge machen oder Spieler rausschmeißen.

Gibt es eine Galgenfrist für einige Spieler?

Ich hoffe nicht, dass wir einen Spieler aus dem Kader aussortieren müssen. Aber ich fordere ein, dass die Spieler sich mit dem Abstiegskampf zu 100 Prozent identifizieren. Wer das nicht tut, sondern seine persönlichen Belange in der Vordergrund stellt, der wird mich kennenlernen.

Hatten Sie die Mannschaft in einem derartigen Zustand erwartet, als Sie das Amt übernommen haben?

Ich war sicher, dass die Mannschaft ein Grundmaß an Stabilität hat. Diesmal hatten wir eine gute Anfangsphase und haben nicht zurückgefunden ins Spiel. Das ist bedenklich. Da muss man tief einsteigen in dieses Team. Da muss jeder Tag genutzt werden.

Steht die Kapitänsrolle zur Debatte?

Nein.

Durch das Lob für Hanno Balitsch hätte man denken können, er wird Kapitän.

Warum? Nicht jeder, den ich lobe, kann ich ihn zum Kapitän machen. Es gibt einen fixen Kapitän, den die Mannschaft ausgewählt hat. Daran gibt es nichts zu rütteln. Übrigens ist Arnold Bruggink ein guter Kapitän, auch wenn er kein gutes Spiel gemacht hat.

Wäre es nicht richtig gewesen, sich vor dem Spiel gegen Nürnberg zu verstärken?

In der Winterpause geht es zu wie auf einem Jahrmarkt. Jeder pokert. Es ist ganz unangenehm, diese Verhandlungen zu führen. Es ist so, dass unsere Mannschaft nicht die passenden Typen hat. Ich habe ihr heute morgen gesagt: Hilfe von außen könnt ihr nicht erwarten. Die Fans haben es versucht, die Mannschaft zu unterstützen. Jetzt wird sie die Kritik ertragen müssen. Wir alle gemeinsam haben nur eine Chance, die Mannschaft muss sich selbst aus dem Sumpf rausziehen. Augenblicklich ist es so, dass die Mannschaft in sich zusammenbricht und sich nicht mehr aufbäumt. Ich bin ja schon froh, dass wir dieses eine Tor erzielt haben, damit die mal spüren wie es ist, was in einer Mannschaft los sein kann, wenn man ein Tor erzielt. 

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