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Hannover 96 Schmadtke tobt: "Das ist Betriebssport"
Sportbuzzer Hannover 96 Schmadtke tobt: "Das ist Betriebssport"
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12:18 06.01.2010
BITTER ENTTÄUSCHT: Jörg Schmadtke, Sportdirektor von Hannover 96. Quelle: zur Nieden

VON THORSTEN  LANGENBAHN

BERLIN. Das ging richtig schief: Mit 1:2 hat 96 bei Zweitligist Union Berlin einen absoluten Kaltstart hingelegt. „Das geht so nicht. Das hat kein Niveau, das ist Betriebssport“, schrie 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke nach dem Spiel in der Kabine. Bei seiner dreiminütigen Wutrede war es mucksmäuschenstill. „Da kann nicht jeder irgendwas machen“, fauchte er.

Die Moralpredigt verpassten die zu Hause gebliebenen Florian Fromlowitz, Constant Djakpa und Didier Ya Konan und Karim Haggui (Afrika-Cup) sowie die Verletzten Jan Rosenthal, Mikael Forssell, Altin Lala und Vinicius.

Die erste Überraschung im Stadion an der Alten Försterei: 96 spielte im alten 4-2-3-1-System. Das hatte es zuletzt unter Trainer Dieter Hecking gegeben. Mario Eggimann und Leon Andreasen bildeten die Innenverteidigung, Sofian Chahed und Christian Schulz die Doppelsechs.

Die zweite Überraschung: Nach acht Minuten traf Union-Stürmer John-Jairo Mosquera zum 1:0 aus zwölf Metern ins lange Eck – 96 kalt erwischt. Torwart Uwe Gospodarek konnte bei seinem Debüt nichts ausrichten. Andreasen hatte vorher gepatzt.

Hanke verpasste aus spitzem Winkel (15.), Eggimanns Kopfball nach Bruggink-Ecke klärte Paul Thomik vor der Linie (17.).

Danach machten die Berliner das Spiel. Die 96er kamen nicht in die Zweikämpfe, im Mittelfeld fehlte die Struktur. Zweimal hatte Björn Brunnemann stattdessen das 2:0 auf dem Fuß (34., 44.).

Bergmann stellte nach der Pause um: Chahed rückte für Steven Cherundolo nach hinten rechts, Jan Schlaudraff als Zehner in die Mitte. Der eingewechselte Sergio Pinto kam über links, Hanno Balitsch agierte als zweiter Sechser.

Doch Union blieb am Drücker. Brunnemann traf nach einer Ecke aus fünf Metern zum 2:0 (58.). „Danach haben wir zu wenig gemacht, das war enttäuschend“, sagte Trainer Andreas Bergmann.

Nach 66 Minuten die Umstellung auf die Raute: Andreasen raus, Schulz in die Innenverteidigung, Rama auf links, Stajner als zweiter Stürmer. Der Tscheche traf nach schönem Solo zum 1:2 (89.). Fest steht: Mit so einer Leistung kann 96 zum Rückrundenaufakt auch gegen den Tabellenletzter Hertha nicht bestehen. 96 spielte bei Union bereits wie ein Zweitligist.

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