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Hannover 96 Schmadtke schlägt Alarm
Sportbuzzer Hannover 96 Schmadtke schlägt Alarm
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14:28 28.12.2009
Klare Vorgaben: Hannover-96-Sportdirektor Jörg Schmadtke erwartet zum Trainingsstart heute, dass Trainer Andreas Bergmann mit der Mannschaft schnell die Wende zum Besseren schafft.
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VON ANDREAS WILLEKE

HANNOVER. Es geht schon wieder los bei 96, der kurze Urlaub endet am Montag. Zum Trainingsstart (14.30 Uhr) will der Sportdirektor verhindern, dass 96 auch wieder in den alten Trott zurückfällt. Jörg Schmadtke schlägt Alarm und kündigt Konsequenzen an. Vor allem soll der Selbstmord des Kapitäns keine Rolle mehr spielen. „Wenn wir uns darauf einlassen, was da so gesagt wird – die armen Jungs, wie schwer die das haben –, dann werden wir absteigen.“

Oberstes Gebot für Schmadtke: „Wir müssen die Umkehr schnell hinbekommen und die Ernsthaftigkeit der Situation klar machen.“ Nach dem Tod von Robert Enke habe man zu viel Rücksicht genommen „und die Mannschaft ein Stück weit an der langen Leine gelassen“, sagt Schmadtke, „und so etwas ist nie gut.“

„Zu viel Bedauern, zu viel Mitleid“ habe die Spieler vom professionellen Kurs entfernt. Ab sofort gelte „eine klare Linie mit klaren Vorgaben, die auch umgesetzt werden müssen“. Klare Ansage von Schmadtke: „Wir sind in einer Leistungsgesellschaft, entweder wir ziehen mit, oder wir müssen uns verabschieden.“

Die 96-Lage ist bedrohlich, der Abstieg eine reale Gefahr. Nur noch einen Punkt ist die Mannschaft vom Relegationsplatz 15 entfernt, der Trend negativ. Schon am 16. Januar kommts zum wegweisenden Heimspiel gegen Hertha. Ein absolutes Druckspiel gegen den Tabellenletzten.

Es bleibt also nicht viel Zeit, die Mannschaft wieder in die Spur zu setzen. Trainer Andreas Bergmann wird das nicht allein schaffen. Das Eigentor-Debakel in Gladbach, die zweite Halbzeit gegen Bochum – es geht drunter und drüber bei 96.

Könnte die Mannschaft traumatisiert sein, wie Chef Martin Kind von Fachleuten erklärt wurde? Dann könnte nur ein Psychologe helfen. Schmadtke will den Spielern „professionelle Hilfe anbieten“, weiß aber, „das funktioniert nur, wenn die auch gewollt ist“. Stimmen die 96-Profis zu, wird sich ab sofort ein Psychologe um sie kümmern.

Schmadtke hofft auch, „dass die Woche Pause gut getan hat“. Grundsätzlich glaubt der starke 96-Mann, „dass wir genug Substanz und Qualität haben, die Klasse zu halten“. Doch Schmadtke schränkt ein, Voraussetzung sei, „dass das Potenzial schnell geweckt wird“. Dies ist der Auftrag an Trainer und Mannschaft zum ersten Rückrundenarbeitstag.

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