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Hannover 96 Schicksalsschlag für Ex-96-Torwart Rynio
Sportbuzzer Hannover 96 Schicksalsschlag für Ex-96-Torwart Rynio
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22:26 27.11.2016
EIN BILD AUS GLÜCKLICHEN TAGEN: Ex-96Torwart Jürgen Rynio mit seiner zweiten Frau Julia.
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Hannover

„Die letzten sieben Wochen waren der Horror“, sagt der 68-Jährige. Er berichtete Sonntag der NP von der Selbsttötung seiner Frau Julia (42). „Sie hat sich im Wald erhängt“, sagte Rynio, „am vergangenen Freitag hat mir die Kripo bestätigt, dass sie tot aufgefunden wurde.“

Rynio hatte die Suchaktion ausgelöst, als seine Frau nicht vom Ausgang am Donnerstag aus der offenen Abteilung der psychiatrischen Klinik in Langenhagen zurückgekehrt war. „Per Handy-Ortung“, so Rynio, sei seine Frau aufgespürt worden: „Ich vermute, meine Frau litt an schwerster Depression oder Schizophrenie.“

Rynio verlor den Kampf um seine Frau, die auch sein Heim für geistig und schwerbehinderte Menschen geleitet hat. Das Heim hatte Rynio nach seiner erfolgreichen Karriere aufgebaut. „Max“, so sein Spitzname als Profi, hatte in Karlsruhe, Nürnberg, Dortmund und St. Pauli gespielt und 196 Spiele für 96 gemacht, er war sogar mal Trainer und auch Manager in Hannover. Weil er das Pech hatte, fünfmal mit verschiedenen Clubs aus der Bundesliga abzusteigen, nennt er sich selbst „Rekordabsteiger“. Aber die früheren sportlichen Probleme sind nicht ansatzweise vergleichbar „mit den dramatischen Wochen, die ich hinter mir habe“.

Seine Frau habe sich immer mehr „Astrologen, Freimaurern und Schamanen zugewandt“. Sie sei „alle 14 Tage auf Workshops unterwegs“ gewesen. „Mir wurde das immer unheimlicher. Gegen einen neuseeländischen Schamanen habe ich sogar bei der Polizei in Burgwedel Anzeige erstattet“, erklärt Rynio.

Am 10. Oktober war ein erster Selbsttötungsversuch im eigenen Haus in Isernhagen F. B. noch gescheitert: „Wir haben sie rechtzeitig in der Diele gefunden.“ Julia war Russin und seine zweite Frau. Sie haben eine elfjährige Tochter. Rynio hat dazu eine Tochter aus erster Ehe. „Unsere Ehe war glücklich“, sagt Rynio, „aber sie hat sich immer mehr in diese Sachen verstrickt.“

Wer Hilfe oder Ansprechpartner braucht, findet Beratungsangebote unter anderem bei der. Ein neues Hilfeangebot ist die En-ke-App, die auf Smartphones installiert werden kann.

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