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Hannover 96 Rätsel Ya Konan: 96-Star fühlt sich schlapp
Sportbuzzer Hannover 96 Rätsel Ya Konan: 96-Star fühlt sich schlapp
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14:35 07.07.2010
KRAFTLOS: Didier Ya Konan, Topstürmer von Hannover 96, im Trainingslager in Göttingen. Quelle: Petrow
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VON DIRK TIETENBERG

GÖTTINGEN. Didier Ya Konan ist wieder da, aber man erkennt ihn kaum wieder. Das Energiebündel von der Elfenbeinküste wankt über den Platz, als habe ihn der Zeugwart soeben aus dem Schlaf gerissen. Kraftlos und lethargisch lief der 26-Jährige gestern Vormittag seine ersten Runden der 96-Vorbereitung. Die rätselhafte Erkrankung macht ihn matt. „Ich bin müde, ich habe keine Kraft“, sagt er auf dem Weg zum Mannschaftsbus, der vor dem Göttinger Jahnstadion auf ihn wartet. Seine Augen verraten: Ich will nur schlafen.

Ya Konan erholt sich nur langsam von einer rätselhaften Schwächung seines Körpers. Er muss sich vergiftet haben, glaubt er, und zwar während seines Heimaturlaubs. „In Abidjan war das Wasser nicht gut, das ich getrunken habe“, meint er. Ya Konan bekam Hautausschlag. Symptome sind zwar nicht mehr zu erkennen, aber gesund sieht er nicht aus.

Das Hamburger Tropeninstitut fand vor einigen Tagen kein Virus bei ihm. Ansteckungsgefahr wurde nach den Tests ausgeschlossen. Auch Fieber hat er nicht. Aber die Müdigkeit blieb.

Falls Ya Konan bis zum Saisonstart nicht rechtzeitig fit wird, hat 96 ein Problem im Angriff – wenn kein neuer Stürmer kommt. Trainer Mirko Slomka meint dazu gestern cool: „Um den Sturm mache ich mir grundsätzlich keine Sorgen, wir sondieren den Markt, ich bin ja ständig mit dem Sportdirektor im Gespräch.“ Jörg Schmadtke sitzt neben ihm und versteht natürlich den Wink des Trainers. Slomka wünscht sich einen weiteren Stürmer – auch, weil Jiri Stajner und Arouna Koné nicht mehr da sind.

Auf Ya Konans schnelle Genesung kann sich 96 jedenfalls nicht verlassen. Niemand kann sagen, wann er das Konditionstraining nachholen kann. „Das will ich den Ärzten überlassen“, erklärt Slomka, „aber es ist natürlich ärgerlich, wenn er nicht alles mitmachen kann. Ich hoffe, dass es bei ihm zügig geht. Er braucht das natürlich. Er ist jemand, der defensiv mitarbeitet, sehr präsent ist und zum Torabschluss kommen kann.“

Womit seine Rolle bei 96 schon trefflich umschrieben ist: Die Mannschaft braucht ihn. Ya Konan kann zurzeit nur leichtes Training vertragen. Slomka meint: „Wir wollen ihn langsam heranführen.“ Zwischen den Einheiten braucht er viel Ruhe. „Ich warte Tag für Tag ab“, sagt Ya Konan, „ich habe viel geschlafen. Medikamente brauche ich nicht, sagt der Arzt. Nur Schlaf und Wasser.“ Er fügt hinzu: „Gutes Wasser.“

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